Drohnen-Kollision in London: Möglicherweise nur Plastiksackerl

22. April 2016, 13:21
27 Postings

Laut Verkehrsminister Goodwill gibt es Hinweise, die Drohnen-Theorie widerlegen

Überraschende Wendung im Fall des Airbuses, der vergangenes Wochenende beim Anflug auf London-Heathrow mit einer Drohne kollidiert sein soll: Laut Verkehrsminister Robert Goodwill könnte es sich bei dem Objekt gar nicht um eine Drohne, sondern um ein Plastiksackerl oder Ähnliches gehandelt haben.

Drohnenkollision nicht bestätigt

Dass es sich bei der Kollision am Sonntag um eine Drohne handelte, wäre eine nicht bestätigte Meldung gewesen. Die örtliche Polizei hätte diese Nachricht auf Twitter vermeldet, meinte Goodwill laut The Telegraph.

Tatsächlich hätte es aber gar keine Schäden am Flugzeug gegeben, auch Berichte einer Delle hätten nicht bestätigt werden können. Man spekuliere sogar damit, dass es sich bei der vermeintlichen Drohne nur um ein Plastiksackerl oder einen vergleichbaren Gegenstand gehandelt hat.

Gegen strengere Gesetze

Goodwill sprach sich im selben Zuge auch gegen strengere Gesetze beim Umgang mit Drohnen aus. Diese seien bereits streng genug. Auch gegenüber der Idee, Drohnen-Produzenten zum Einspeisen von GPS-Koordinaten zu zwingen, wodurch sich diese nicht mehr Flughäfen nähern können, sieht er kritisch.

"Geo-Fencing" könne durch Hacker auch umgangen werden. Für Terroristen sei es ohnehin einfacher, Flughäfen durch Autobomben oder Sprengstoff im Rucksack anzugreifen. (fps, 22.4.2016)

  • Drohne könnte möglicherweise nur ein Plastiksackerl gewesen sein.
    foto: dpa/patrick pleul

    Drohne könnte möglicherweise nur ein Plastiksackerl gewesen sein.

Share if you care.