Letzte Runde in der FWF-Präsidentenwahl

21. April 2016, 23:55
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Der Jurist Walter Berka, der Biologe Klement Tockner und die Informatikerin Gabriele Anderst-Kotsis stellen sich am 17. Mai der Wahl zum FWF-Präsidenten.

Wien – Der Dreiervorschlag für das Präsidentenamt des Wissenschaftsfonds FWF steht: Die aus Vertretern von Unis und Forschungseinrichtungen zusammengesetzte Delegiertenversammlung des Fonds hat nach einem Hearing mit sechs Bewerbern am Donnerstag Gabriele Anderst-Kotsis, Walter Berka und Klement Tockner vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat wird darüber am 17. Mai entscheiden.

Die Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin Gabriele Anderst-Kotsis ist seit 2002 Professorin für Informatik an der Universität Linz, wo sie das Institut für Telekooperation leitet. Sie war von 2007 bis 2015 Vizerektorin für Forschung und Frauenförderung an der Uni Linz und Vorsitzende des Forum Forschung in der Universitätenkonferenz (uniko).

Der Jurist Walter Berka ist seit 1994 Professor für Allgemeine Staatslehre, Verwaltungslehre, Verfassungs- und Verwaltungsrecht an der Universität Salzburg. Er war von 2005 bis 2015 Mitglied des Österreichischen Wissenschaftsrats und von 2010 bis 2015 der stellvertretende Vorsitzende dieses Beratungsgremiums.

Der Biologe Klement Tockner ist seit 2007 Direktor des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei, das größte Forschungszentrum für Binnengewässer in Deutschland, sowie Professor für Aquatische Ökologie an der Freien Universität Berlin. Der gebürtige Steirer wurde 2015 als neues Mitglied in die deutsche Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina aufgenommen.

Bis zur Wahl müssen die drei Kandidaten ihr jeweiliges Team zusammenstellen. Das neue Präsidium wird spätestens am 1. September 2016 die Leitung übernehmen.

Nachdem die letzte FWF-Präsidentin Pascal Ehrenfreund im Sommer 2015 als Vorstandschefin ans Deutsche Zentrum für Luft-und Raumfahrt wechselt, stand die Vizepräsidentin Christine Mannhalter interimistisch an der FWF-Spitze. Auch Mannhalter war unter den Bewerbern und zum Hearing eingeladen, kam aber ebenso wie die Biochemikerin Andrea Barta und der Pharmakologe Michael Freissmuth nicht auf den Dreiervorschlag. (APA, red, 21. 4. 2016)

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