Juveniler Salon der Vielfalt

21. April 2016, 17:45
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Alexander Moore und sein Jeunesse-Programm 2016/17

Wien – Nun ist es auch schon ein Jahr her, dass Alexander Moore die Leitung der Jeunesse übernommen hat. Erst dieses Programm (für 2016/17) trägt aber seine Handschrift. Wobei es keine Revolution gibt, es geht Moore um Kontinuität. Mit ihren 22 Geschäftsstellen richtet die Jeunesse weiterhin rund 600 Konzerte in Österreich aus; rund 200.000 Besucher erreicht man jährlich.

Finanziell ist die Lage verbesserungswürdig: Der Bund hat seine Förderung für die kommenden Jahre zwar von 400.000 auf 500.000 Euro erhöht, wobei man 70 Prozent des 3,9 Millionen Euro schweren Budgets als Eigendeckung bestreite. Die Lage ist jedoch unfein. "Ein bisschen weniger zu leiden, wäre schön", so Moore. Man käme wohl nicht darum herum, einen zweiten Hauptsponsor zu suchen.

Inhaltlich präsentiert er drei neue Serien: "Meisterdirigenten" beinhaltet etwa Philippe Jordan, Franz Welser-Möst oder Zubin Mehta. "Russische Seele" bringt Vladimir Fedosejev mit den Symphonikern oder Jakub Hrusa am Pult des RSO. Und schließlich "Höhenflüge" – mit Mendelssohn Bartholdys Elias und Georg Friedrich Händels Israel in Egypt.

Daneben sind Konzertreihen wie die offenen Proben der Wiener Philharmoniker, Konzerte mit den Symphonikern oder ein Zyklus mit Jugendorchestern weiter dabei. Reihen wie "Klavierkonzerte" bringen die gerne improvisierende Gabriela Montero oder Pianist Fazil Say mit dem RSO. Nicht nur Klassik wird präsentiert. "Fremde Welten" bringt Künstler aus aller Welt (etwa Aziza Brahim aus der Westsahara). "All that Jazz" vereint Meister ihres Fachs im Porgy & Bess und dem Konzerthaus, während "Jazz & Beyond" das Genre noch mehr weitet. Hinzu kommt das Kinderprogramm: etwa "Cinello" für ganz Junge, "Triolino" für die Drei- bis Sechsjährigen bis hin zu "Music4u" – für die Hörer 12 plus. (tos, APA, 21.4.2016)

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