Downloads und Streams: 2015 dominierten erstmals digitale Musikangebote

21. April 2016, 14:23
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Zum ersten Mal wurden durch digitale Verkäufe mehr Einnahmen lukriert als durch physische

Ganze 15 Milliarden Dollar (13,2 Milliarden Euro) wurden 2015 am weltweiten Musikmarkt eingenommen, was einem Umsatz-Plus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei ist nicht nur bemerkenswert, dass dies das erste nennenswerte Wachstum seit fast zwei Jahrzehnten darstellt, sondern auch, dass Downloads und Streams erstmals höhere Einnahmen erzielten als physische Verkäufe.

Streaming-Einnahmen um 45 Prozent gestiegen

Gerade Streaming-Dienste haben dabei einen hohen Anteil. Die Einkünfte aus dieser Quelle sind mit 45 Prozent fast um die Hälfte gestiegen, nicht zuletzt durch Premium-Abos, die mittlerweile von 68 Millionen Hörern weltweit genutzt werden und somit auch im Vergleich zum Jahr 2014 um 65 Prozent gestiegen sind. Eine Infografik gibt Einblick in die interessanten Entwicklungen der letzten Jahre.

foto: statista.com
Infografik von Statista.

In den USA, dem größten Musikmarkt der Welt, wurden die Einkünfte durch Streaming-Dienste im Vergleich mit den physischen und digitalen Verkäufen 2015 erstmals zur wichtigsten Einnahmequelle. Auf dem zweitgrößten Musikmarkt Japan sieht es etwas anders aus. Hier dominieren mit 78 Prozent Einnahmen durch physische Verkäufe, Streaming trägt nur zu sechs Prozent zum Gesamtumsatz bei.

Physische Tonträger in Österreich am wichtigsten

Am heimischen Markt steuerten physische Verkäufe am meisten zu den eingenommenen 143,3 Millionen Euro bei, nämlich 80,6 Millionen Euro. Einkünfte durch Streaming-Dienste legten zwar um 26 Prozent zu, können aber noch nicht einmal acht Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen.

Aber "geografische Grenzen verschwinden langsam", erläutert Warner-Music-Group-Chef Stu Bergen in Hinsicht auf Streaming-Plattformen und Social Media-Angebote. Dadurch könnten auch andere Märkte wie Lateinamerika und China für Künstler interessant werden. (fps, 21.4.2016)

  • Streaming-Dienste werden für den Musik-Konsum immer populärer.
    foto: apa/dpa/daniel bockwoldt

    Streaming-Dienste werden für den Musik-Konsum immer populärer.

  • Der Musikmarkt boomt wieder und verzeichnet nennenwertes Wachstum.
    foto: dpa/rainer jensen

    Der Musikmarkt boomt wieder und verzeichnet nennenwertes Wachstum.

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