Japans Regierungschef opferte für umstrittenen Kriegsschrein

21. April 2016, 10:41
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In dem Yasuni-Schrein wird auch 14 hingerichteter Kriegsverbrecher gedacht

Tokio – Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe hat dem umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni in Tokio eine Opfergabe zukommen lassen. Von einem Pilgergang zum Schrein anlässlich des dortigen Frühjahrsfestes sah Abe am Donnerstag jedoch ab, meldeten lokale Medien.

Grund sei, dass Abe im Vorfeld des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der sieben großen Industrienationen (G-7) Ende Mai in Japan die früheren Opferstaaten China und Südkorea wie auch Japans Sicherheitspartner USA nicht verärgern wollte, hieß es.

Spannungen mit China und Südkorea

In dem Yasukuni-Schrein nahe des Kaiserpalastes in Tokio wird der Seelen von in Kriegen für das Kaiserreich Gestorbenen gedacht – darunter die von 14 hingerichteten Kriegsverbrechern. Opfergaben und Pilgerbesuche hochrangiger Politiker in dem Shinto-Heiligtum lösen immer wieder Spannungen mit den Nachbarländern China und Südkorea aus, die Opfer der Aggressionen Japans im Zweiten Weltkrieg waren. (APA, 21.4.2016)

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