Tote bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Sambia

20. April 2016, 19:25
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Opfer wurde bei lebendigem Leib verbrannt

Lusaka – Bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Sambias Hauptstadt Lusaka sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Eines der Opfer sei bei lebendigem Leib verbrannt worden, sagte Polizeisprecher Charity Munganga-Chanda am Mittwoch. Bei beiden Opfern soll es sich um ruandische Staatsangehörige handeln. Das Militär habe die Aufgabe übernommen, die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Die Opposition macht unter anderem die hohen Lebensmittelpreise für die Unruhen verantwortlich. Das südafrikanische Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise. Auslöser der Ausschreitungen könnten sechs verstümmelte Leichen gewesen sein, die in den vergangenen zwei Monaten gefunden worden waren, eine davon am vorigen Samstag. Die Polizei vermutet, dass die abgetrennten Körperteile für Rituale und als Medizin verwendet wurden. Die Bevölkerung warf ruandischen Staatsangehörigen Ritualmorde vor.

Bei den Ausschreitungen in mehreren Stadtteilen von Lusaka wurden nach Polizeiangaben über 60 Geschäfte ausländischer Besitzer, zumeist aus Burundi und Ruanda, geplündert. Insgesamt seien mehr als 250 Menschen festgenommen worden. (APA, dpa, 20.4.2016)

  • Ausschreitungen in Lusaka
    foto: reuters

    Ausschreitungen in Lusaka

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