Schwarzenberg Lecture: "Ich bin keine Esoterikerin"

20. April 2016, 17:26
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Bei der fünften Schwarzenberg Lecture stehen neurodegenerative Erkrankungen im Fokus – alternative Ansätze und Energetik inklusive

Die Idee der Selbstheilung ist so alt wie die Menschheit. Die Vorstellung, aus eigener Kraft Krankheiten überwinden zu können, wird allerdings immer dann ein Thema, wenn die Medizin nicht heilen kann. Aktuell ist das auch bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen der Fall. Medikamente lindern nur Symptome, die Ursache hingegen wird nicht bekämpft. Der Grund: Naturwissenschaftlich betrachtet kennt man die Wurzel von Demenz, Alzheimer oder Parkinson nicht. In einer alternden Gesellschaft ist das ein Problem.

"Wir stellen Außenseiterpositionen zur Diskussion", sagt Allgemeinmedizinerin Therese Schwarzenberg, Frau des ehemaligen tschechischen Außenministers Karl Schwarzenberg. Mit den alljährlichen Schwarzenberg-Lectures, die diesen Samstag in Wien stattfinden, hat sie eine Plattform geschaffen, in der sie medizinische Therapiemethoden vorstellt und die Frage erörtert, inwiefern sie bestehende Möglichkeiten ergänzen oder erneuern können. Schwarzenberg hofft auf ein breites Interesse. Neben Ärzten richtet sich die Einladung auch an Heilpraktiker und interessierte Laien.

Frage des Stoffwechsels

Die Auswahl der Vortragenden ist ihrer jahrelangen Erfahrung geschuldet. "Es muss schon alles Hand und Fuß haben, ich bin keine Esoterikerin", sagt sie und stellt ihr Programm vor. Istvan Horvath und Gyorgy Papp aus Budapest werden über ihre Immuntherapie gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel sprechen. Das von den beiden gemeinsam entwickelte artherosklerotische Antigen soll gegen eine ganzen Reihe von Krankheiten wirken.

Die Ungarn kooperieren mit dem österreichischen Arzt George Birkmayer, der als langjähriger Weggefährte Therese Schwarzenbergs für den körpereigenen Stoff NADH (Coenzym-1) die Werbetrommel rührt. NADH hält den Zellstoffwechsel fit, ob es deshalb, wie Birkmayer betont, "fast alle Krankheiten heilt", kann im Hotel am Kahlenberg, wo die Schwarzenberg Lectures stattfinden, diskutiert werden.

Vortragstitel wie "Alzheimer ist heilbar" klingen dabei durchaus reißerisch: Der deutsche Molekulargenetiker Michael Nehls bezeichnet Alzheimer sogar als Lüge und hat darüber ein Buch geschrieben. Dem Publikum in Wien wird er zeigen, wie die neurodegenerative Erkrankung bekämpft werden kann. "Natürlich nur in frühen Stadien", betont Therese Schwarzenberg auf Nachfrage. Einen ähnlichen Vortrag gibt es zu Parkinson. Therese Schwarzenberg hat Buchautor Manfred Poggel eingeladen, der seine Parkinsonerkrankung ohne Chemie "in den Griff bekommen hat".

Fronten niederreißen

"Wir leben mitunter sehr ungesund, jahrelange Stresssituationen, unser Lebensstil und die Umwelt hinterlassen Spuren", sagt Schwarzenberg und ergänzt, dass der Gehirnstoffwechsel extrem sensibel und viel zu wenig erforscht sei. Der Deutsche Günther Haffelder, Leiter des Instituts für Kommunikation und Gehirnforschung, wird seine Spektralanalyse vorstellen, die es ermöglicht, solche Blockaden am EEG zu sehen – und positiv zu beeinflussen.

Dass alles Feinstoffliche von der Schulmedizin nicht anerkannt und als nicht-wissenschaftlich verdonnert würde, bedauert Therese Schwarzenberg. Ihr Ansatz: Das Beste aus beiden Welten. Dafür setzt sie sich ein. Wer will, kann zur Schwarzenberg Lecture auf den Kahlenberg kommen. Stoff für Diskussion wird es geben. (Karin Pollack, 21.4.2016)

Veranstaltung:

Die 5. Schwarzenberg Lecture findet am 23. April ab 10 Uhr im Hotel Terasse Kahlenberg (Am Kahlenberg 2-3, 1190 Wien) statt. Eintritt: 70 Euro. Anmeldung: fs-admin-wien@inode.at

  • "Ich bin keine Esoterikerin, die Sachen müssen schon Hand und Fuß haben", sagt Therese Schwarzenberg und lädt zur Lecture am Samstag. Das Thema: alternative Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen.
    foto: picturedesk

    "Ich bin keine Esoterikerin, die Sachen müssen schon Hand und Fuß haben", sagt Therese Schwarzenberg und lädt zur Lecture am Samstag. Das Thema: alternative Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen.

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