Wie nutzen Sie Social Media vor Wahlen?

20. April 2016, 14:49
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Betreiber sozialer Medien haben die Möglichkeit, aktiv in die Meinungsbildung einzugreifen. Wie nutzen Sie Facebook in Wahlkampfzeiten?

Hat Facebook eine Verantwortung, Donald Trump als Präsidenten zu verhindern? Wenn es nach den Angestellten des sozialen Netzwerks ginge, vielleicht ja – sie stellten Firmenchef Mark Zuckerberg jedenfalls diese Frage, wie Gizmodo berichtet. Damit wird erneut offenbar, wozu Facebook tatsächlich die Macht hätte: Durch die Manipulation des Feed-Algorithmus kann gesteuert werden, welche Inhalte die User sehen, und somit auch, welche Themen in ihrem Newsfeed und in ihrer Wahrnehmung vermehrt vorkommen. Trump hier zu benachteiligen hätte nach Ansicht der Facebook-Mitarbeiter wohl Auswirkungen auf seine Chancen, der republikanische Präsidentschaftskandidat in den anstehenden US-Wahlen zu werden.

Facebook experimentierte bereits

Dass schon einmal rund 700.000 User unfreiwillig Teil eines Experiments von Facebook waren, mit dem Emotionen gesteuert werden sollten, ist kein Geheimnis mehr. Auch dass viele User durch ihr eigenes Like-Verhalten in sogenannte inhaltliche Filter-Bubbles manövriert werden und nur noch "passende" Inhalte angezeigt bekommen, wird stark diskutiert.

Wie informieren Sie sich?

Vor der Bundespräsidentschaftswahl ist das Thema umso interessanter: Wie beziehen Sie Ihre Informationen über die Wahl? Lesen Sie hauptsächlich Posts von Bekannten mit ähnlicher politischer Meinung oder suchen Sie bewusst die Diskussion mit Andersdenkenden? Liken Sie alle Seiten der Kandidaten oder nur jene, die Sie ohnehin inhaltlich präferieren? Lesen Sie Kommentare in den Foren oder blenden Sie diese im Wahlkampf bewusst aus? Haben Sie das Gefühl, durch Ihren Facebook-Newsfeed einseitig informiert zu sein? Diskutieren Sie im Forum. (list, jnk, 20.4.2016)

  • Mark Zuckerberg auf einer Konferenz in San Francisco Anfang April. Allen Menschen die Macht zu geben, alles mit allen zu teilen – in der Praxis nicht immer oberste Priorität.
    foto: reuters/stephen lam

    Mark Zuckerberg auf einer Konferenz in San Francisco Anfang April. Allen Menschen die Macht zu geben, alles mit allen zu teilen – in der Praxis nicht immer oberste Priorität.

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