Chipdesigner ARM trotzt nachlassendem Smartphone-Wachstum

20. April 2016, 10:29
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Quartalsumsatz stieg um 22 Prozent – Ausblick vorsichtig

Der britische Chipdesigner ARM trotzt dem nachlassenden Smartphone-Wachstum weiter mit seinen teureren Hochleistungschips. Der Umsatz des Unternehmens kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 276 Mio. britische Pfund (350 Mio. Euro), wie der Konzern am Mittwoch in Cambridge mitteilte.

Dazu trug auch das im Jahresvergleich etwas schwächere britische Pfund bei – den weitaus größten Teil seiner Rechnungen stellt das Unternehmen in Dollar aus. Insbesondere mit neuen Lizenzen und den höherwertigen Chips habe das Unternehmen gut abgeschnitten, hieß es. Der Erlös fiel etwas besser aus als von Analysten geschätzt.

Designs für Halbleiter

ARM entwirft Designs für Halbleiter, deren Baupläne Kunden lizenzieren können – ARM verdient dann über Lizenz- und Nutzungsgebühren an den verkauften Chips der Hersteller mit. Im ersten Quartal seien 4,1 Milliarden Chips ausgeliefert worden, die auf ARM-Architektur basieren, das waren um 10 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Chips stecken unter anderem in den Smartphone-Verkaufsschlagern von Apple und Samsung.

Unter dem Strich verdiente ARM mit 91,5 Mio. Pfund um knapp 8 Prozent mehr. Die Kosten waren noch deutlicher als der Umsatz gestiegen, vor allem steckte ARM über mehr Mitarbeiter und Lohnerhöhungen zusätzliches Geld in Forschung und Entwicklung.

Vorsichtiger Ausblick

Beim Ausblick bleiben die Briten vorsichtig: Die wirtschaftliche Unsicherheit bleibe bestehen und könne Ausgaben von Verbrauchern und Unternehmen belasten. Bei den eigenen Umsatzerwartungen sieht sich das Unternehmen weiter auf einer Linie mit den Analysten – diese kalkulieren aufs Jahr gesehen mit einem Umsatzplus auf Dollarbasis von knapp 10 Prozent auf 1,62 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro). (APA, 20.4. 2016)

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