EU-Wettbewerbshüter erheben gegen Google weitere Vorwürfe

19. April 2016, 18:14
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Laut Insidern soll die Kommission bald Untersuchungen einleiten

Google bekommt Insiderinformationen zufolge an einer zweiten Front Ärger mit den EU-Wettbewerbshütern. Dem US-Internetriesen werde nun auch vorgeworfen, mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android die Konkurrenz zu behindern, sagten zwei Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Voraussichtlich am Mittwoch wolle Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager dazu offizielle Untersuchungen starten. Vestager hatte bereits am Montag die Sorge geäußert, dass Google Handy-Herstellern und Mobilfunkanbietern die Vorab-Installation eigener Apps vorschreiben und damit rivalisierende Apps unterdrücken könnte. Ein Kommissionssprecher und das Unternehmen lehnten Stellungnahmen ab.

Geldbußen drohen

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen dem US-Konzern schmerzhafte Geldbußen und eine Änderung lukrativer Geschäftspraktiken. Aus Werbeanzeigen auf Android-Smartphones mit Google-Apps wie Maps, Search und Gmail werden schätzungsweise Umsätze von elf Milliarden Dollar erzielt.

Der Fall bedeutet Googles zweiten Streitpunkt mit der EU-Kommission. Diese verdächtigt den Konzern zudem, mit seiner Suchmaschine eigene Angebote zu bevorzugen – ebenfalls auf Kosten konkurrierender Produkte. Dieses Verfahren läuft bereits seit Ende 2010. (APA, 19.04.2016)

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