ARD-Korrespondenten Volker Schwenck wurde Einreise in die Türkei verweigert

19. April 2016, 14:27
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Wurde am Flughafen Istanbul von türkischen Behörden festgesetzt – Gründe wurden dem SWR-Reporter nicht genannt – Merkel besorgt über Einreisesperre

Stuttgart – Der ARD-Fernsehkorrespondent Volker Schwenck ist Dienstag morgen bei seiner Einreise in die Türkei am Flughafen Istanbul von türkischen Behörden festgesetzt worden. Das teilte das der SWR mit. Schwenck kam aus dem ARD-Büro in Kairo und wollte von Istanbul weiter in das türkisch-syrische Grenzgebiet, um dort mit syrischen Flüchtlingen zu sprechen.

Gründe für die Festsetzung wurden dem Reporter des Südwestrundfunks (SWR) nicht genannt. Es gebe einen Vermerk zu seinem Namen, wurde ihm mitgeteilt.

Schwenck befindet sich derzeit in einem Abschieberaum am Flughafen Istanbul. Über den Vorgang seien auch die deutsche Botschaft in der Türkei und das Auswärtige Amt informiert.

Merkel besorgt

Berlin/Ankara – Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich besorgt über die Einreiseverweigerung für den ARD-Korrespondenten Schwenck in der Türkei geäußert. Das Auswärtige Amt sei in ständigem Kontakt mit allen notwendigen Stellen und setze sich auch dafür ein, dass die Arbeitsfähigkeit des Journalisten schnell wieder hergestellt werde, sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

Die Bundesregierung sehe "natürlich das auch mit gewisser Sorge", erklärte Merkel nach einem Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas. (red, APA)

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