Ersatzbefriedigungen: Irgendwas geht immer

Blog21. April 2016, 05:30
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Rotte rennt? Nein, noch immer nicht. Und das macht keinen Spaß. Meinem Umfeld vermutlich noch weniger als mir. Andererseits: Irgendwas geht immer. Auch wenn nichts läuft

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foto: thomas rottenberg

Das mit dem nicht laufen Können ist natürlich mühsam. Weil das ein bisserl so ist wie mit Spielsüchtigen oder Alkoholkranken: Wenn es gilt, ein über Jahre immer wieder latent vorhandenes Problem an der Wurzel zu packen, genügt es nicht, die Dosis zu reduzieren, bis die Symptome ein bisserl abklingen. Das kann man ein paar Mal probieren – und manchmal haut es auch hin. Aber irgendwann hilft das dann nicht – und dann muss die Axt her: null statt wenig. Auch wenn es schwerfällt. Suchtverhalten ist Suchtverhalten, und Entzug Entzug. Denn es ist kein Zufall, dass die Wunder-Erzählungen in den Biografien etlicher Extrem- und Ausdauerläufer regelmäßig mit Saulus-Paulus-Geschichten beginnen: Das Loslösen von einer Sucht funktioniert eben am besten, wenn man sie durch eine andere ersetzt.

Blöd nur, wenn einem dieser Fluchtweg dann plötzlich verstellt ist. Und man, so wie ich derzeit, nicht laufen darf.

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