"Rammbock-Bande" nach dem siebenten Coup gefasst

19. April 2016, 10:55
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Vier Verdächtige in Haft – Tatorte in drei Bundesländern – Mehr als halbe Million Euro Schaden

Wiener Neustadt/Weyer/Kindberg – Auf der S1 bei Schwechat (Bezirk Wien-Umgebung) ist in der Nacht auf Montag der "Rammbock-Bande" unmittelbar nach dem siebenten Coup das Handwerk gelegt worden. Vier Verdächtige wurden festgenommen, berichtete die Landespolizeidirektion NÖ. Das Quartett und zwei ebenfalls ausgeforschte Mittäter hatten vorwiegend Hartlauer-Filialen in drei Bundesländern heimgesucht.

Blitzeinbrüche

Der Bande wird ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro angelastet. Die Coups in Form von Blitz-Einbrüchen in Nieder- und Oberösterreich sowie in der Steiermark waren seit Anfang Oktober vergangenen Jahres verübt worden. Die vier festgenommenen rumänischen Beschuldigten im Alter von 31, 34, 41 und 42 Jahren wurden in die Justizanstalt Leoben eingeliefert.

Mit gestohlenen Autos in Eingangsbereiche

Den Ermittlern des Landeskriminalamtes NÖ (Diebstahl) zufolge hatten die Beschuldigten mit durchwegs gestohlenen Autos die Eingangsbereiche an den jeweiligen Tatorten gerammt. In den Filialen rafften sie blitzschnell hochpreisige elektronische Geräte (Digitalkameras, Laptops, Handys, etc.) an sich und suchten das Weite.

Aufgrund von Ermittlungsergebnissen hatten sich die Fahnder nach Angaben der Landespolizeidirektion NÖ vom Dienstag bereits auf eine rumänische Tätergruppe konzentriert. Fahndungs- und Observationsmaßnahmen gemeinsam mit Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität und des Bundeskriminalamtes führten schließlich in der Nacht auf Montag zum Erfolg.

Vier der verdächtigen rumänischen Staatsbürger wurden nur kurz nach einem Blitz-Einbruch in eine Hartlauer-Filiale in Wiener Neustadt auf der Außenring-Schnellstraße (S1) im Straßentunnel Rannersdorf angehalten und festgenommen. Die Beute (Digitalkameras, Objektive und Mobiltelefone) wurde ebenso sichergestellt wie das von den Männern benützte Auto, das am Mittwoch vergangener Woche in Nestelbach bei Graz gestohlen worden war.

Die der "Rammbock-Bande" zur Last gelegten nächtlichen Blitz-Einbrüche wurden am 1. Oktober 2015 und 11. Jänner 2016 in Amstetten, am 6. Dezember 2015 und eben am Montag in Wiener Neustadt sowie am 28. Oktober 2015 und 22. März 2016 in Weyer (Bezirk Steyr-Land) verübt, wobei es im ersten Fall in der oberösterreichischen Gemeinde nach Polizeiangaben beim Versuch geblieben war. Tatorte waren jeweils Hartlauer-Filialen. Zudem sollen die Männer am 29. Oktober 2015 das Elektrogeschäft Puntigam in Kindberg (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) heimgesucht haben.

Den Ermittlern zufolge gehen außerdem weitere Firmen-, Geschäfts- und Wohnhauseinbrüche, Kfz- sowie Treibstoffdiebstähle in Nieder- und Oberösterreich sowie in der Steiermark auf das Konto der Bande. Gegen die beiden ausgeforschten Mittäter wurden bei der Staatsanwaltschaft Leoben europäische Haftbefehle beantragt. (APA, 19.4.2016)

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