Totes Au-pair in Wien: Verdächtiger leugnet Tat

19. April 2016, 10:53
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Gambier will zum Tatzeitpunkt nicht mehr in Österreich gewesen sein

Wien – Der Mann, der im Verdacht steht, im Jänner in Wien ein amerikanisches Au-pair-Mädchen getötet zu haben, hat sich in einer Einvernahme bei der Polizei nicht geständig gezeigt. Er leugnet demnach, etwas mit dem Tod der Frau zu tun zu haben, eine DNA-Spur belastet ihn jedoch.

"Er ist emotional sehr aufgeregt", sagte am Dienstag seine Verteidigerin Astrid Wagner, die ihn bereits mehrmals in der U-Haft besucht hat. "Er sagt, er war es nicht." Der Verdächtige behauptet, zum Tatzeitpunkt nicht mehr in Wien gewesen zu sein. Demnach soll der Gambier bereits im Dezember nach Italien abgeschoben worden und danach in die Schweiz gereist sein, wo er einen Asylantrag stellte. Wagner will nun die Angaben überprüfen.

Anwältin erwartet bald Mordanklage

Belastet wird der Mann durch ein DNA-Gutachten. Im Bett und auf der Leiche der 25-Jährigen waren Spermaspuren von ihm entdeckt worden. Er gab zu, mit der Frau ein Verhältnis gehabt zu haben, er habe aber nicht in ihrer Wohnung gewohnt. Mehrere Medien berichteten, dass das Opfer ihm Unterschlupf gewährt haben soll, um ihn vor der Abschiebung zu bewahren. Wagner sagt hingegen, er habe nicht einmal einen Schlüssel gehabt. Sie rechnet damit, dass die Staatsanwaltschaft bald Anklage wegen Mordes erhebt.

Die Leiche der US-Studentin war am Abend des 26. Jänner in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung in Wien-Wieden gefunden worden. Sie wurde erstickt. Der Tatverdächtige wurde neun Tage später in einer Asylunterkunft in Kreuzlingen im Kanton Thurgau verhaftet. (APA, 19.4.2016)

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