SAB Miller gibt Peroni, Grolsch und Meantime an Japaner ab

19. April 2016, 10:40
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Die Bierweltmarktführer SAB Miller und AB Inbev geben vor ihrer Hochzeit Assets an die Konkurrenz ab. Die EU entscheidet bis Ende Mai über die Megafusion

Leuven/London/Tokio – Der japanische Braukonzern Asahi kommt beim Kauf bestimmter Marken des britischen SAB-Miller-Konzerns voran. Der Weltmarktzweite SAB Miller fusioniert demnächst mit dem Marktführer Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) und muss dafür einige Beteiligungen abgeben.

AB Inbev akzeptierte am Dienstag das Angebot der Japaner für drei Marken von SAB Miller: Peroni, Grolsch und Meantinme. Asahi zahlt dafür früheren Angaben zufolge rund 2,55 Milliarden Euro. Der Deal steht aber unter dem Vorbehalt, dass die geplante SAB-Miller-Megaübernahme gelingt. Durch den Verkauf von Peroni (Italien), Grolsch (Niederlande) und der Londoner Microbrewery Meantime will der Konzern die Genehmigungschancen bei den Behörden erhöhen.

Die EU-Kommission will bis 24. Mai über die Freigabe der Megafusion entscheiden. Sollte der Zusammenschluss wie geplant über die Bühne gehen, würde nahezu jedes dritte Bier weltweit aus einem Haus kommen. Wegen Überschneidungen haben Wettbewerbshüter aber Bedenken vor einer zu großen Marktmacht, sollte das Zusammengehen von AB Inbev und SAB Miller gelingen. (Reuters, red, 19.4.2016)

  • Asahi legt 2,55 Milliarden Euro für einige Marken von SAB Miller auf den Tisch.
    foto: reuters / wimborne

    Asahi legt 2,55 Milliarden Euro für einige Marken von SAB Miller auf den Tisch.

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