"Veloce liefert": App aus Österreich gegen Sackerlschleppen

19. April 2016, 09:54
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Veloce bietet Shopping mit Lieferung am selben Tag

Amazon, Zalando, Redcoon: Die Liste von Internethändlern ist lang. Sie haben das Einkaufsverhalten vieler Menschen verändert und ihre Offlinerivalen beeinflusst. Mittlerweile bieten auch alle größeren Ketten wie Billa, Thalia oder DM Onlineversand an. Zu leiden haben kleine Shops, die oftmals weder auf dem Radar der Kunden sind noch selbst eine Infrastruktur zum Liefern aufbauen wollen. Dieses Segment will der Lieferdienst Veloce mit der "Veloce liefert"-App bedienen.

Er bietet seinen Kunden eine Lieferung am selben Tag an, den Zeitpunkt kann sich der Nutzer innerhalb eines 90-minütigen Rahmens selbst aussuchen. Veloce kann für eine Vielzahl an unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden, erklärt Geschäftsführer Paul Brandstätter im Gespräch mit dem STANDARD. So können Nutzer die App wie ein Botentaxi verwenden und Gegenstände vom eigenen Standort zu Arbeitskollegen oder Freunden verschieben – oder sich Einkäufe, die man gerade getätigt hat, selbst nach Hause schicken lassen.

Bei kleinen Läden bestellen

Der Preis dafür richtet sich nach Größe und Gewicht der Lieferung: Die kleinsten Pakete kosten rund 3,90 Euro; bei massiven Objekten mit bis zu 150 kg werden 13,90 Euro in Rechnung gestellt. Der Preis variiert je nach gewählter Lieferzeit minimal.

Die wichtigste Funktion ist für Veloce aber die Bestellung bei lokalen Händlern, die via App und Telefon vorgenommen werden kann. Wer seine eigene Adresse und ein Schlagwort wie "Blumen" eingibt, bekommt nahegelegene Geschäfte samt deren Telefonnummer angezeigt. Der Nutzer kann nun beim ausgewählten Laden anrufen und seine Bestellung aufgeben. Er kann auch Geschäfte auswählen, die in der App nicht vorkommen. Nach dem Auflegen leitet er die Infos über Preis und Abholzeit an Veloce weiter, das dann seinen Kurier losschickt. Dieser legt bis zu 50 Euro aus, bezahlt wird in bar bei der Übergabe. Als besonderen Kundenservice streicht Brandstätter hervor, dass bis zur Ankunft des Kuriers kostenlos ein neues Intervall ausgewählt werden kann – etwa für den Fall, dass der Nutzer länger in der Arbeit bleibt.

Schnelle Lieferung

Bei einer spontanen Vorführung klappt das bereits ziemlich gut: Es dauert lediglich 30 Minuten, bis ein via App bestellter Blumenstrauß am Ort des Interviews ankommt. Die für Android und iPhone erhältliche Anwendung ist ab sofort verfügbar, Lieferungen können in Wien und bald auch in den fünf weiteren größten Städten Österreichs und deren Speckgürtel abseits der Nachtstunden zwischen Montagfrüh und Samstagabend vorgenommen werden.

Veloce reiht sich in eine Riege von Anbietern ein, die durch neue Konzepte Schwung in die Logistikbranche bringen. So punktet etwa Fahrtenvermittler Uber auch mit Lieferungen, während die Essen liefernden Fahrradkuriere von Foodora immer stärker das Straßenbild prägen. Positiver Nebeneffekt der smarten Lieferanten könnte eine Verminderung der Umweltverschmutzung sein, da die Fahrer pro Route logischerweise mehrere Kunden bedienen. (Fabian Schmid, 19.4.2016)

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Veloce

  • Der Lieferdienst setzt auf Fahrradkuriere ebenso wie auf Autos
    foto: veloce botendienste

    Der Lieferdienst setzt auf Fahrradkuriere ebenso wie auf Autos

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