Schülerparlament fordert Provisionen für engagierte Lehrer

18. April 2016, 15:23
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Versammlung will zudem ein eigenes Fach "Politische Bildung"

Wien – Das von der Bundesschülervertretung (BSV) organisierte Schülerparlament hat sich am Montag für die Einführung eines Gegenstands Lebenskompetenzen ausgesprochen. Außerdem sollen Schulen Provisionen für engagierte Lehrer finanzieren dürfen.

Das Schülerparlament ist keine gewählte Körperschaft, sondern eine von der BSV organisierte Plattform für politisch interessierte Schüler unter dem Vorsitz des Bundesschulsprechers. Nach seinem eigenen Wunsch soll es künftig gesetzlich verankert und die positiv abgestimmten Anträge verpflichtend von der Politik behandelt werden.

Das Parlament fordert auch, dass Schulen Sponsorgelder sammeln und für geringfügige Gebäudeänderungen ausgeben dürfen. Dazu sollen die Werberichtlinien an Schulen gelockert werden – verboten bliebe aber aggressive und politische Werbung. Erhaltene Sponsorgelder müssten außerdem öffentlich aufgelistet werden. Über die Verwendung des Gelds sollen die Schulpartner entscheiden. Zu einem geringen Teil sollen außerdem Sponsorgelder über den Bund in schwächere Regionen fließen, in denen nur wenige Mittel eingeworben wurden.

"Politische Bildung" gefordert

Erneut sprach sich das Parlament für ein Schulfach Politische Bildung aus. Dieses solle unabhängig vom Geschichte-Unterricht als eigenes Fach eingerichtet werden – in der neunten Schulstufe mit zwei und der zehnten mit einer Wochenstunde. "Lebenskompetenzen" sollen die Bereiche Zeitmanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Umgang mit Geld und Versicherungen sowie "Medienkompetenz" umfassen und in der zehnten (eine Wochenstunde) und der elften Schulstufe (zwei Wochenstunden) unterrichtet werden.

Außerdem will das Schülerparlament verstärkt Vereine in die Schulen holen, um verschiedene Sportarten auszuprobieren. Umgekehrt sollen die Schüler ab der neunten Schulstufe "ihre" Turnstunden auch in Sportvereinen absolvieren dürfen. Wer dies nicht will, kann weiter am Regelunterricht in der Schule teilnehmen. (APA, 18.4.2016)

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