Android: EU-Kommission untersucht Google-Verträge mit Providern und Herstellern

18. April 2016, 12:44
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Untersuchungen um marktbeherrschende Stellung des Betriebssystems vor einem Jahr eingeleitet

Die EU-Kommission treibt ihre Untersuchungen gegen Google im Zusammenhang mit dem weltweit dominierenden Smartphone-Betriebssystem Android voran. Die Kartellwächter schauten sich nun die Vereinbarungen des US-Konzerns mit Handy-Herstellern und Mobilfunkanbietern genauer an, sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Montag auf einer Regulierungskonferenz in Amsterdam.

Untersuchung vor einem Jahr eingeleitet

Die Sorge sei, dass Google neuen Apps den Hauptzugang zu Kunden abgeschnitten haben könnte, indem das Unternehmen eigene Anwendungen prominenter auf den Smartphones und Tablets platziert habe. Die Kommission hatte vor einem Jahr eine Untersuchung zu dem Betriebssystem eingeleitet. Dabei prüft sie, ob Google die Entwicklung und den Marktzugang konkurrierender Dienste behindert.

Auch Kritik an Suchmaschine

Die Brüsseler Behörde verdächtigt den Konzern zudem, mit seiner Suchmaschine eigene Angebote zu bevorzugen. Vestager zufolge wird der derzeit die Antwort Googles auf die Beschwerdepunkte aus Brüssel ausgewertet. Dies könne einige Zeit dauern. Wie im Android-Fall ist hier eine Strafe von bis zu 7,4 Mrd. Dollar (6,56 Mrd. Euro) möglich, zehn Prozent des Google-Umsatzes im vergangenen Jahr. Die Google-Mutter Alphabet weist die Vorwürfe zurück. (Reuters, APA, 18.4.2016)

  • Die EU-Kommission weitet die Untersuchung gegen Google aus.
    foto: ap photo/jeff chiu, file

    Die EU-Kommission weitet die Untersuchung gegen Google aus.

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