Jemen-Friedensgespräche verzögern sich wegen Kämpfen

18. April 2016, 11:01
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Vertreter des Präsidenten: Verhandlungen sinnlos, solange Waffenruhe nicht eingehalten wird

Kuwait-Stadt – Die für Montag geplanten Friedensgespräche im Jemen verzögern sich. Ein hochrangiger Vertreter von Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die geplanten Verhandlungen in Kuwait seien sinnlos, solange die Waffenruhe nicht respektiert werde. Salehs Delegation wie auch die der mit ihm verbündeten Huthi-Rebellen hätten die Hauptstadt Sanaa noch nicht verlassen. Aus Kreisen der von Saudi-Arabien unterstützen Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi verlautete, die Delegationen dürften am Dienstag in Kuwait angekommen.

Seit einigen Tagen gilt im Jemen eine Waffenruhe, die zu einem Ende des seit mehr als einem Jahr anhaltenden Bürgerkriegs führen soll. Allerdings gibt es weiter in mehreren Teilen des verarmten Landes weiter Kämpfe und Luftangriffe, insbesondere in der Stadt Tais. Schon im Juni und Dezember waren Anläufe zu Friedensgesprächen gescheitert. In dem Konflikt sind etwa 6.200 Menschen getötet worden. Die Huthi sind mit dem Iran verbündet, dem regionalen Erzrivalen Saudi-Arabiens. (Reuters, 18.4.2016)

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