Hillary Clinton droht Ärger wegen Verbindungen zu Panama Papers

18. April 2016, 09:00
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Es sind zwar nur lose Verbindungen zu Weggefährten und Geldgebern, doch Clintons Rivalen um die Präsidentschaftskandidatur könnten die Enthüllungen in die Hände spielen

Vor den Vorwahlen im bevölkerungsreichen US-Bundesstaat New York wird Hillary Clinton erneut von ihren Verbindungen zum großen Geld eingeholt. Während Clinton die versteckten Finanzgeschäfte, die durch die Panama Papers ans Licht kamen, als "empörende Steueroasen" und "Hintertürchen zum Nutzen der Superreichen weltweit" verurteilt, zeigt ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zahlreiche Verbindungen von Weggefährten, Geldgebern und Angestellten von Hillary und Bill Clinton zu den Panama-Papers auf.

Darunter befindet sich Gabrielle Fialkoff. Sie war im Jahr 2000 Schatzmeisterin des ersten Wahlkampfs Hillary Clintons für den US-Senat in New York. Eine weitere Verbindung ist Frank Giustra, ein kanadischer Bergbauunternehmer und langjähriger Weggefährte Bill Clintons, der insgesamt rund 100 Millionen Dollar an die Clinton-Stiftung gespendet hat. Zudem findet sich der chinesische Milliardär Ng Lap Seng auf der Liste, der im Zentrum eines Spendenskandals der Demokratischen Partei während der Präsidentschaft Bill Clintons war.

Ungünstiger Moment

Wenngleich die Clintons selbst nicht in der Datenbank der Kanzlei Mossack Fonseca aufscheinen, spielen die – wenn auch nur losen – Verbindungen zu den Panama-Papers Hillary Clintons Rivalen im Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, in die Hände. Dieser trat bereits 2011 im US-Senat gegen ein Freihandelsabkommen mit Panama ein und kritisierte Clinton im Laufe des Wahlkampfes mehrfach für ihre Verbindungen zu Finanzinstituten an der Wall Street. Im Lichte der bevorstehenden Vorwahlen im bevölkerungsreichen US-Bundesstaat New York am kommenden Dienstag, kommen die neuesten Enthüllungen rund um die Panama-Papers zu einem deutlich ungünstigen Moment für Hillary Clinton. (red, 18.4.2016)

  • Bill und Hillary Clinton.
    foto: reuters/adrees latif

    Bill und Hillary Clinton.

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