Immofinanz und CA Immo planen Zusammenschluss

18. April 2016, 12:15
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Die Bieterschlacht geht zu Ende, die Immofinanz legt 604 Millionen für 26 Prozent der Anteile an der CA Immo hin

Wien – Die österreichischen Immobilienfirmen Immofinanz und CA Immo stehen vor einer milliardenschweren Fusion. Immofinanz hat für 604 Millionen Euro 26 Prozent an CA Immo von dem russischen Immobilieninvestor Boris Mints übernommen, nun sollen Gespräche über eine Verschmelzung aufgenommen werden, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Zuvor will Immofinanz aber ein Portfolio von Einkaufszentren in Russland abstoßen, das zurzeit für fast ein Drittel der Mieteinnahmen sorgt. Mints ist über seine zyprische Holding O1 auch mit gut zehn Prozent an der Immofinanz beteiligt und damit deren größter Anteilseigner.

Die beiden Immobilienriesen haben sich viele Monate lang eine Schlacht um den gegenseitigen Einstieg geliefert – Rechtsstreitigkeiten inklusive. Vor einem Jahr hatte die Immofinanz ihr geplantes Teilangebot für bis zu 29 Prozent der CA-Immo-Aktien abgeblasen.

Immofinanz-Chef Oliver Schumy will aus den beiden Firmen "ein führendes Immobilienunternehmen in Zentral- und Osteuropa" schmieden. "Die strategische Logik eines Zusammenschlusses von CA Immo und Immofinanz ist eindeutig", sagte CA-Immo-Chef Frank Nickel. Er verspreche deutliche Synergien. Nach der Abspaltung des 1,2 Milliarden Euro schweren Russland-Portfolios käme das fusionierte Unternehmen auf einen Immobilienbestand im Wert von sechs Milliarden Euro.

Richtiger Zeitpunkt

Der Aufsichtsratschef von CA Immo, Wolfgang Ruttenstorfer, ergänzte, nun sei der richtige Zeitpunkt für die Transaktion gekommen. Bis dahin dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen. Die Verhandlungen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein. Die Hauptversammlungen, auf denen darüber abgestimmt werden soll, seien aber erst für 2017 geplant, hieß es in der Mitteilung. Die Aktionäre müssen mit 75 Prozent zustimmen. Vor fast genau einem Jahr war CA Immo mit dem Plan gescheitert, mit einem Teil-Übernahmeangebot die Kontrolle über Immofinanz zu erlangen.

Immofinanz hat für das Aktienpaket von O1 23,50 Euro je CA-Immo-Aktie gezahlt, das ist ein Aufschlag von 35 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die CA-Immo-Aktie legte am Montag um acht Prozent auf 18,84 Euro zu. Immofinanz-Papiere lagen mit 2,00 Euro nur leicht über dem Freitagskurs. (Reuters, 18.4.2016)

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