Berichte über Überfall südsudanesischer Milizen in Äthiopien

17. April 2016, 21:50
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Angeblich 150 Zivilisten getötet und 39 Kinder entführt

Juba – Unbekannte Milizen aus dem Südsudan haben im benachbarten Äthiopien rund 150 Zivilisten getötet. Der Überfall ereignete sich am Freitag in der äthiopischen Gambella-Region, die an der Grenze zum Südsudan liegt, sagte der südsudanesische Regierungssprecher Michael Makuei Lueth am Sonntag.

Äthiopiens Kommunikationsminister Getachew Reda erklärte gegenüber der BBC, die Armee verfolge derzeit die Angreifer und habe bisher 60 von ihnen getötet.

Zehntausende von südsudanesischen Vertriebenen sind in der Region in Flüchtlingslagern untergebracht. Im ölreichen Südsudan herrscht seit Dezember 2013 ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Vize Riek Machar. Als Folge der Gewalt starben mehr als 50.000 Menschen, mehr als 2,5 Millionen wurden vertrieben. (red, APA, dpa, 17.4.2016)

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