Mindestens neun Tote bei Unwetter in Uruguay und Chile

18. April 2016, 13:04
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Verwüstungen an beiden Küsten Südamerikas

Montevideo/Santiago de Chile – Mindestens neun Menschen sind bei Unwettern in Uruguay und Chile ums Leben gekommen. Im kleinen Uruguay an der Atlantikküste starben nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde SINAE vom Sonntag (Ortszeit) sieben Menschen – vier davon bei einem Tornado und drei bei Überschwemmungen von Flüssen. Eine weitere vermisste Person galt demnach als wahrscheinlich tot.

Der Tornado hatte am Freitag die kleine Ortschaft Dolores 240 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Montevideo verwüstet. Mehrere Häuser waren dort eingestürzt. Uruguays Präsident Tabare Vazquez besuchte am Sonntag die etwa 25.000 Einwohner zählende Gemeinde. Hinzu kamen am Wochenende starke Regenfälle im ganzen Land. Mehr als 30 Straßen wurden laut SINAE gesperrt.

Von der Außenwelt abgeschnitten

Auch in Chile an der Pazifikküste richteten heftige Unwetter Verwüstungen an. Dort kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, weitere acht galten als vermisst. Fast 800 Menschen waren laut einem Bericht des Katastrophendienstes Onemi vom Sonntag wegen Überflutungen und heftiger Regenfälle vor allem im Zentrum des Landes von der Außenwelt abgeschnitten.

Schäden gab es auch im Großraum um die Hauptstadt Santiago. Dort trat der Fluss Mapocho über die Ufer. Als Ursache für die Überflutungen in mehreren Stadtteilen machten die Behörden Bauarbeiten in der Nähe des Flusses aus. Eine Million Haushalte seien in Chile ohne Wasser, teilte die Präsidentin des Landes, Michelle Bachelet, am Sonntag mit. (APA, 18.4.2016)

  • In der Kleinstadt Dolores richtete das Unwetter schwere Schäden an.
    foto: apa/afp/nicolas garcia

    In der Kleinstadt Dolores richtete das Unwetter schwere Schäden an.

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