FIBA sperrt Spanien und Russland aus

16. April 2016, 14:08
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Machtkampf mit der Euroleague eskaliert – Zwölf weiteren Verbänden drohen Sanktionen

München – Der europäische Basketball-Verband greift im Machtkampf mit der Euroleague zum äußersten Mittel. Die FIBA Europe hat die ersten zwei Nationalverbände für die EM 2017 gesperrt. Spanien und Russland wurden vorerst von FIBA-Europe-Wettkämpfen für Nationalteams ausgeschlossen. Zwölf weiteren Nationen droht ebenfalls diese Sanktion, teilte der Kontinentalverband am Samstag in einem Schreiben mit.

Die FIBA Europe bestraft die Verbände Spaniens und Russlands, weil Klubs aus diesen Ländern ihre Teilnahme am Eurocup fest zugesagt haben. Vereine aus den weiteren zwölf bedrohten Verbänden, darunter Schwergewichte wie Italien oder Serbien, haben dies ebenfalls angekündigt.

Der zweitklassige Eurocup wird von der Euroleague veranstaltet, mit der sich der Kontinentalverband im Streit um die Vorherrschaft im europäischen Klub-Basketball befindet. Die FIBA Europe veranstaltet ab der kommenden Saison erstmals selbst eine Champions League.

Die vom Ausschluss betroffenen Verbände haben bis Mittwoch Zeit, sich dazu zu äußern, ob Klubs aus ihren Ländern am Eurocup teilnehmen werden. Am darauffolgenden Wochenende tritt das Board der FIBA World zusammen. Der Weltverband könnte die betroffenen Nationen dann auch für Olympia oder die Qualifikationsturniere sperren. (APA/sda, 16.4.2016)

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