ÖEHV-Coach Ratushny bestätigt Verhandlungen mit Lausanne

16. April 2016, 13:05
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Exit nach zwei Meistertitel mit Salzburg?

Salzburg/Wien – Eishockey-Teamchef Daniel Ratushny könnte Österreich diesen Sommer verlassen. Der Erfolgstrainer von Meister Red Bull Salzburg bestätigte am Freitagabend ein Angebot des Schweizer Erstligisten HC Lausanne. "Es stimmt, dass es Verhandlungen gibt", sagte Ratushny am Rande der Meisterfeier den "Salzburger Nachrichten".

Zwei Verträge bis 2017

Sollte der 45-jährige Kanadier das hochdotierte Offert aus der Schweiz annehmen, müsste er wohl auch seine Tätigkeit als ÖEHV-Teamchef beenden. Rathusnys Verträge bei den Salzburgern und beim österreichischen Verband laufen jeweils bis 2017.

Ratushny könnte in Lausanne wohl ein Vielfaches dessen verdienen, was in Österreich möglich ist. Der Klub hat das Play-off in der Schweizer Liga in diesem Jahr knapp verpasst. Im Februar stieg die kanadische Investorengruppe ASE ein, die Ratushny in weiterer Folge auch die Tür nach Nordamerika öffnen könnte.

In Schweizer Medien wird der Coach bereits seit Mitte der Woche als Favorit auf den Trainerposten in Lausanne gehandelt. Die Anfrage habe sein Management vor mehreren Wochen erhalten, bestätigte Ratushny den "SN". "Aber wir haben während der Finalserie nicht darüber diskutiert."

Zeitnahe Entscheidung

Die Salzburger, die Ratushny zuletzt zum zweiten EBEL-Titel in Folge geführt hat, haben sich in der Kaderplanung für die kommende Saison zuletzt sehr zurückhaltend gezeigt – offensichtlich, um die Trainerentscheidung abzuwarten. "Jetzt werde ich bis nächste Woche eine Entscheidung treffen", sagte Ratushny. "Ich möchte nichts ausschließen, aber derzeit sieht es nach Verbleib in Salzburg aus."

ÖEHV-Präsident Dieter Kalt geht von einem Verbleib Ratushnys aus. Noch am Freitagabend habe er sich mit dem Nationaltrainer in Salzburg über die Weiterentwicklung des Teams unterhalten, erklärte der Verbandschef. Ein möglicher Abgang sei dabei überhaupt kein Thema gewesen, betonte Kalt am Samstag gegenüber der APA.

"Er hat diesbezüglich kein Wort zu mir gesagt. Ich glaube nicht, dass das so heiß gegessen wird wie gekocht", meinte Kalt. "Es ist eine Zeitungsmeldung, mehr nicht." Ratushnys Vereinbarung mit dem ÖEHV laufe noch ein Jahr. "Natürlich kann er aussteigen. Aber das ist eine Sache, die er entscheiden muss", sagte der Verbandschef. "Solange ich nichts Gegenteiliges höre, gehe ich davon aus, dass er den Vertrag erfüllt."

"Er ist ein Sir"

Das Einvernehmen mit dem Teamchef sei nach wie vor bestens, betonte Kalt. "Er ist ein Sir. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass er mich nicht informiert, bevor er eine Entscheidung trifft."

Ratushny war 2014 vom deutschen Erstligisten Straubing Tigers nach Salzburg gewechselt. Noch im selben Jahr übernahm er auch das Amt des ÖEHV-Teamchefs. Als solcher führt der Kanadier die Österreicher Ende nächster Woche in die B-WM in Kattowitz (23. bis 29. April). Bis dahin dürfte seine Zukunft geklärt sein. (APA, 16.4.2016)

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