UN-Sicherheitsrat verurteilt jüngsten Raketentest Nordkoreas

16. April 2016, 08:53
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Startversuch offenbar gescheitert

New York – Der UN-Sicherheitsrat hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas verurteilt. Pjöngjang habe damit erneut gegen UN-Resolutionen verstoßen, auch wenn der Startversuch offenbar gescheitert sei, hieß es in einer am Freitagabend (Ortszeit) einstimmig verabschiedeten Erklärung der 15 Ratsmitglieder.

Das höchste UN-Gremium rief Nordkorea auf, alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entwicklung ballistischer Raketen einzustellen, und drohte mit weiteren Strafmaßnahmen.

Verschärfte Sanktionen

Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap hatte die kommunistische Regierung im Nachbarland am Freitag vermutlich eine Mittelstreckenrakete vom Typ Musudan mit einer geschätzten Reichweite von 2.500 bis 4.000 Kilometern abgeschossen. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums verlief der Startversuch aber "katastrophal" und endete mit einer "Feuerkugel". Auch Generalstab der südkoreanischen Armee sprach von einem gescheiterten Test.

Nordkorea hatte im Jänner seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekannt gegeben. Seither folgten weitere Raketentests, die ebenfalls gegen UN-Resolutionen verstießen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss Anfang März die bisher schärfsten Sanktionen gegen das Land. (APA, 16.4.2016)

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