Liendl-Traumtor reicht 1860 München nicht

16. April 2016, 01:22
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Sandhausen siegt in Leipzig dank Schlussmann Knaller – Nürnberg macht in Karlsruhe keinen Boden gut

Leipzig – Der TSV 1860 München hat erneut den ersehnten Befreiungsschlag verpasst und steht nach einer weiteren Niederlage in der 2. deutschen Fußball-Bundesliga auf einem direkten Abstiegsplatz. Zum Auftakt der 30. Runde verloren die "Löwen" am Freitagabend mit 1:2 (0:0) beim Tabellenletzten MSV Duisburg. Auch Aufstiegskandidat RB Leipzig kassierte eine 0:1-Heimniederlage gegen Sandhausen.

Vor 22.482 Zuschauern brachte der steirische Spielmacher Michael Liendl die Münchner in Duisburg zunächst mit einem Traumtor in der 64. Minute in Führung, bevor Thomas Bröker (73.) und Victor Obinna (85.) die Partie drehten. Die Sechziger beendeten das Match nach der Gelb-Roten Karte für Verteidiger Milos Degenek nur mit zehn Mann. Die Einwechslung von ÖFB-Teamstürmer Rubin Okotie in der Schlussviertelstunde brachte nicht den gewünschten Effekt.

Duisburg ist nach dem fünften Saisonsieg nun punktegleich mit den Löwen, die vom SC Paderborn überholt wurden. Der Klub von Niklas Hoheneder, Dominik Wydra und Kevin Stöger feierte einen 2:0-Erfolg beim FSV Frankfurt und liegt nun zwei Punkte vor den Münchnern auf dem Relegationsrang. Der Gugganig-Verein aus Frankfurt hat als 14. nun nur noch zwei Zähler Vorsprung auf die Paderborner.

Leipzig verpasste indes durch die dritte Heimniederlage der Saison die Rückkehr auf Platz eins. Der Tabellenzweite unterlag vor 30.279 Zuschauern dem Tabellen-13. aus Sandhausen. Den glücklichen Siegtreffer für die Gäste erzielte Korbinian Vollmann in der 62. Minute. Matchwinner für Sandhausen war aber der Kärntner Schlussmann Marco Knaller, der mit seinen Glanzparaden kein Tor des Red-Bull-Klubs zuließ. Für die Leipziger war es die erste Niederlage im eigenen Stadion nach sieben Erfolgen in Serie.

Der 1. FC Nürnberg hat aus der Niederlage von Konkurrent RB Leipzig kein Kapital schlagen können. Beim Karlsruher SC mussten sich die Franken am Samstag 1:2 geschlagen geben. Der Rückstand der auf Platz drei liegenden Nürnberger auf Leipzig blieb damit unverändert bei sechs Punkten.

Die frühe Führung der Nürnberger durch Sebastian Kerk in der dritten Minute egalisierte Jonas Meffert (43.) für den KSC noch vor der Pause. Manuel Torres (86.) schoss kurz vor Schluss den nicht unverdienten Siegestreffer. Bei den Gästen spielten Guido Burgstaller und Georg Margreitter durch, bei Karlsruhe war Ylli Sallahi über die volle Dauer im Einsatz. Erwin Hoffer wurde in der 89. Minute eingewechselt und vergab kurz vor dem Schlusspfiff noch eine Großchance.

Im Kampf um Platz vier setzte sich St. Pauli vor eigenem Publikum im ausverkauften Millerntor-Stadion gegen den VfL Bochum 2:0 durch. (APA, 15.4.2016)

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