Journalistengewerkschaft kritisiert: Böhmermann-Entscheidung "Feigheit"

15. April 2016, 17:51
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Bauer: "Kniefall vor einem Politiker, der die Meinungsfreiheit selbst mit den Füßen tritt"

Wien – Als "Feigheit" und "Kniefall vor einem Politiker, der die Meinungsfreiheit selbst mit den Füßen tritt", bezeichnet Franz C. Bauer, Vorsitzender der österreichischen Journalistengewerkschaft, die Entscheidung der deutschen Regierung, ein Gerichtsverfahren des türkischen Staatspräsidenten Erdogan gegen den deutschen ZDF-Journalisten und Satiriker Jan Böhmermann zu befürworten.

"Merkel stellt sich damit gegen einen Mitbürger, der seine Meinungsfreiheit für Kritik nutzt, und hinter einen türkischen Politiker, der Kritiker niederknüppeln lässt", erklärte Bauer in einer Aussendung am Freitag. "Dass eine europäische Politiker, die vor wenigen Monaten öffentlich ihre Bestürzung über den Anschlag auf Charlie Hebdo kundgetan hat, jetzt nicht bereit ist, für Meinungsfreiheit im eigenen Land einzutreten, wenn Druck von außen kommt, sollte jedem Europäer zu denken geben." (APA, 15.4.2016)

  • Franz C. Bauer, Vorsitzender der österreichischen Journalistengewerkschaft.
    foto: apa / techt

    Franz C. Bauer, Vorsitzender der österreichischen Journalistengewerkschaft.

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