Sturm gegen WAC um den kleinen Lauf

15. April 2016, 16:04
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Grazer könnten im Südderby den dritten Sieg in Folge einfahren. Die Kärntner reisen mit viel Selbstvertrauen über die Pack

Wolfsberg/Graz – Im Heimspiel gegen Nachzügler WAC hofft Sturm Graz am Samstag (18.30 Uhr) darauf, die kleine Erfolgswelle zu einer Woge anschwellen zu lassen. Mit dem dritten Erfolg en suite würde man die längste Siegesserie dieser Saison aufstellen und an den Plätzen drei und vier zumindest dranbleiben. Doch der WAC kommt mit der Empfehlung von neun Partien ohne Niederlage nach Graz.

Vor zwei Monaten noch Tabellenletzter, haben sich die "Wölfe" stabilisiert. Zuletzt rang man Rapid – mit viel Glück, aber auch großem Willen – zuhause ein 2:2 ab und hat nun acht Punkte Abstand auf die Rote Laterne. "Bis zur 75. Minute waren wir mausetot, aber Rapid hat uns verschont", musste auch WAC-Coach Heimo Pfeifenberger gestehen. Dass man noch "einen glücklichen Punkt" holte, sei aber auch Sinnbild für die derzeitige Situation: "Das gelingt eben, wenn man so einen Lauf hat. Das muss man so lange wie möglich ausnutzen."

Der geplatzte Knoten

Ob dieser Lauf auch bei Sturm anhält, bleibt abzuwarten. Denn die Grazer sind ihrerseits gut unterwegs und dürfen noch mit einem Europacupplatz spekulieren. "Ich bin froh, dass in den letzten Spielen der Knoten geplatzt ist", meinte Sturm-Trainer Franco Foda. Gegen Altach rettete nicht zuletzt der davor viel gescholtene Stürmer Bright Edomwonyi mit einem Triplepack den Abend. Denn bei weitem nicht alles lief aufseiten der Grazer nach Wunsch. "Wir waren 30 Minuten sehr gut, es gab aber auch 30 Minuten Leerlauf, wo wir zu passiv gegen den Ball agiert haben", befand der Deutsche.

Für Foda kommt mit dem WAC ein absolut ernstzunehmender Gegner. "Der WAC hat mit Heimo Pfeifenberger an Stabilität gewonnen, hat sehr wenig Gegentore (4 in 9 Spielen) erhalten", sagte der 49-Jährige, der das beim 0:0 im Februar im Wörthersee-Stadion am eigenen Leib erfahren musste. "Das ist nicht einfach eine Serie, sondern da steckt auch harte Arbeit dahinter."

Am Limit

Für Foda, der neben Simon Piesinger und Christian Klem nun auch Verteidiger Tanju Kayhan (muskuläre Probleme im Knöchel) nicht zur Verfügung hat, ist eines klar: "Wir werden morgen am Limit agieren müssen, um gewinnen zu können. Wir werden mit aller Macht versuchen, dieses Spiel zu gewinnen." Und damit eventuell auch die Herzen der Boykott-Fans zurückgewinnen. Foda: "Mit der Situation der Fans müssen wir leben. Am besten wäre es, wenn die Mannschaft morgen von allen unterstützt wird." (APA, 15.4.2016)

Technische Daten und mögliche Aufstellungen:

SK Sturm Graz – Wolfsberger AC (Stadion Graz, 18.30 Uhr, SR Heiss). Bisherige Saisonergebnisse: 2:0 (a), 2:0 (h), 0:0 (a)

Sturm: Esser – Potzmann, Avlonitis, Spendlhofer, Lykogiannis – Kamavuaka, Offenbacher – Horvath, Avdijaj, Gruber – Edomwonyi

Ersatz: Gratzei – Ehrenreich, Lovric, Schick, Dobras, M. Stankovic, Kienast

Es fehlen: Piesinger (Reha nach Kreuzbandriss), Klem (Trainingsrückstand nach Entzündung in der Ferse), Kayhan (muskuläre Probleme im Knöchel)

WAC: Dobnik – Standfest, Rnic, Sollbauer, Palla – Zündel, Hüttenbrenner, Tschernegg, Jacobo – Silvio, Ouedraogo

Ersatz: Kofler – Berger, Drescher, Baldauf, Rabitsch, Wernitznig, Schmerböck, M. Weber, Seidl, Hellquist

Es fehlt: keiner

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