"Fahrraddiebe verfolgen": So wird aus dem Drahtesel ein Smartbike

15. April 2016, 10:15
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Das Smartphone zur Steuerzentrale für das Smartbike

Die Zeiten, in denen man bei einem Fahrrad höchstens mal die Bremsbeläge ausgewechselt oder einen Korb auf den Gepäckträger geschnallt hat, sind vorbei. Heute werden Räder smart aufgerüstet. Apps und Gadgets können Wege tracken, Fahrraddiebe verfolgen oder für mehr Sicherheit sorgen. Dabei wird das Smartphone zur Steuerzentrale für das Smartbike, schreibt das Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe.

"Mithilfe einer Halterung wird das Smartphone zum Fahrradcomputer"

Man kann schon mit seinem vorhandenen Fahrrad ein völlig neues Fahrgefühl erleben. "Mithilfe einer Halterung wird das Smartphone zum Fahrradcomputer", sagt c’t-Redakteur Lutz Labs. Darüber kann man die exakte Geschwindigkeit, zurückgelegte Kilometer, geografische Höhe und die Temperatur verfolgen. Mit dem Handy kann man auch verschiedenste Gadgets bedienen: ein Radar warnt vor herannahenden Autos, das Fahrradschloss öffnet sich automatisch dank Bluetooth und Fahrrad-Tracker funken die GPS-Position eines gestohlenen Fahrrades.

Laut Labs entwickeln die etablierten Fahrradhersteller derzeit viele spannende Neuerungen. "FAG Schaeffler hat zum Beispiel eine Automatikschaltung für Fahrräder angekündigt; Volvo entwickelt mit einem schwedischen Sportartikelhersteller einen Fahrradhelm, der sich mit der Volvo Cloud verbinden und so Autofahrer auf herannahende Radfahrer aufmerksam machen soll. Continental arbeitet Gerüchten zufolge an beheizten Griffen und Sätteln."

"Man findet dort zum Beispiel den leuchtenden Lenkerring"

Viele Innovationen stammen von unabhängigen Entwicklern, die die Umsetzung über Crowdfunding-Plattformen realisieren wollen. "Man findet dort zum Beispiel den leuchtenden Lenkerring, der nicht nur mit Blinksignalen den Weg weist, sondern auch Fitnessdaten und Durchschnittsgeschwindigkeit protokolliert. Oder smarte Zylinder, die im Lenker verschwinden und mit dem Smartphone-Navi gekoppelt werden. Wenn es Zeit ist abzubiegen, vibriert dann jeweils der rechte oder linke Griff", so Labs.

"Man sollte aber bedenken, dass es während der Fahrt verboten ist, das Handy zu bedienen", räumt Labs ein, "selbst wenn man es in einer Lenkerhalterung befestigt hat." Aber natürlich gibt es auch dafür eine Lösung: Per Bluetooth-Fernbedienung kann man das Smartphone bedienen, ohne die Hand vom Lenker zu nehmen. (red, 15.4. 2016)

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Ct

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    foto: apa
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