Frühstücks-TV des ORF: Zu viel Sonne

14. April 2016, 16:19
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Im Osten, so die Biowetterfee, muss man jedoch achtgeben – dort drohen Verdauungsprobleme und Phantomschmerzen

Einen Donnerstag, der vieles bietet, prognostiziert das Morgen-TV. Sonne, etwas Regen, ein paar Wolken wird es geben. Wer im Osten weilt, so die Biowetterfee, muss jedoch achtgeben. Er würde von Verdauungsproblemen und Phantomschmerzen heimgesucht; Narben würden ihn plagen. Er nehme deshalb leichte Kost, schließlich leide auch die Konzentration; sensible Gemüter würde gar Reizbarkeit befallen.

Richtung Westen hingegen, mit der Sonne, gehen die Negativeffekte zurück. Die ORF-Moderatoren, die in Mödling gastieren und mit den Bewohnern ein echt großes Foto zu schießen hoffen, sind – obwohl im Osten – dennoch gut drauf. Sie interviewen Stressspezialistin und Mobbingdoktor.

Davon aber später. Jetzt noch die 15-Tage-Wetterprognose für Innsbruck und ein bisschen Wetterkamera. Ui! – am Kreischberg hat es nur ein Grad! Das bringt uns noch schnell zum Wetterquiz: Wann liegt auf dem Gletscher der meiste Schnee? Richtig, es ist der Mai. Dem Gewinner winken zwei "Guten Morgen Österreich"-Coffee-To-Go-Becher; jetzt aber noch kurz zur Drei-Tage-Wetterprognose: Sonne und Wolken werden miteinander ringen; wussten Sie übrigens, dass es in Australien ein ganzes Dorf zu kaufen gibt?

Davon aber später. Jetzt noch der 100-Tage-Trend für das ganze Land, und die Pollen nicht vergessen! Vorsicht vor der Eschenblüte und der Hainbuche. Man weiß ja nie, also auch den Schirm nicht vergessen, unser heutiges Thema ist: "Wie werde ich rauchfrei …", aber davon später. Vorher noch die Drei-Jahre-Wetterprognose für Südafrika und Nordkorea …

"Guten Morgen Österreich" könnte noch etwas an der Themenbalance arbeiten. (Ljubiša Tošić, 14.4.2016)

  • Nina Kraft und Lukas Schweighofer.
    foto: orf/roman zach-kiesling

    Nina Kraft und Lukas Schweighofer.

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