User-Wertung: Wie hat Ihnen "Batman v Superman: Dawn of Justice" gefallen?

Umfrage18. April 2016, 15:14
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Die Kinokassen klingeln, die Kritiker blicken skeptisch. Der Blockbuster von Zack Snyder fährt mit einer Menge Stars auf, aber hält er, was er verspricht? Sagen Sie uns Ihre Meinung

Seit Wochen duellieren sich Batman und Superman an der Spitze der Kinokassen um die Frage, wer fähiger in puncto Verbrechensbekämpfung ist. Henry Cavill als Superman, Ben Affleck als Mann im Fledermauskostüm sowie der Oberbösewicht Lex Luther, dargestellt von Jesse Eisenberg, liefern sich in dem Action-Reißer einen Kampf der Giganten. Wobei die Besetzung im Vorfeld für einige Verwunderung sorgte. Laut STANDARD-Kritik sind es aber gerade die Hauptdarsteller, die dem Blockbuster Leben einhauchen: Affleck als "trübsinniger, leicht angegrauter Held mit Krähenfüßen" und Jesse Eisenberg, der Luther anlege "wie eine Mischung aus Facebook-Chef Mark Zuckerberg und dem Joker".

Was sagen die Kritiker?

Abseits der schauspielerischen Leistung ist man in der STANDARD-Rezension allerdings vom Rest des Filmes nicht überzeugt: "Das Dilemma beginnt bei einem Drehbuch", das beinahe die "Gangart eines Episodenfilms" vorgebe, was zu einem unübersichtlichen Nebeneinander der einzelnen Szenen führe: "Statt Übersicht, Spannungsaufbau und Verdichtung überwiegen Hektik und Konfusion." Das Fehlen der "inneren Dramatik", die sich beim Zusammentreffen des illustren Trios eigentlich einstellen müsste, ist ein Hauptkritikpunkt. Denn Zack Snyder verpasse es, die "Kollision" der unterschiedlichen Weltbilder zu erzählen. So bleibt das Fazit, dass es sich bei "Batman v Superman: Dawn of Justice" um viel "martialischen Budenzauber" handle, "den man selbst von Snyder schon besser computergeneriert gesehen hat".

Was der "Spiegel" vom Machwerk hält, erzählt eigentlich schon die Überschrift: "Zwei super Männer – und doch kein guter Film". Zwar werden auch hier die Schauspieler gelobt, diese könnten aber letztlich nicht gegen eine "aalglatte Inszenierung und berechenbare Schauwerte" anspielen. "Zwanghafte Humorfreiheit mit Ernsthaftigkeit zu verwechseln" sei das tragische Missverständnis des Films, der Gastauftritt von Wonder Woman (Diana Prince) mache zumindest Hoffnung auf "eine bessere Zukunft in DCs Filmuniversum". Sie sei, trotz weniger Leinwandminuten, ein Lichtblick "unter lauter düster vor sich hinbrütenden Männern mit Mutterkomplex".

Eine Seite mit gesammelten Links zu Verrissen im englischsprachigen Raum hat übrigens die "New York Times" zusammengestellt. Die Argumente ähneln sich hüben wie drüben.

Was sagen Sie?

Die Kritiken sind einigermaßen vernichtend. An der Kinokasse funktioniert der Film dennoch. Sind die Kritikpunkte etwa zu streng angesetzt, oder ist es einfach die Logik des Blockbuster-Geschäfts, dass ein Film, in dem Superman und Batman gegeneinander antreten, ungeachtet der Umsetzung viele Anhänger findet? (jmy, 18.4.2016)

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    foto: warner

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