Erykah Badu gegen knappe Röcke an High School

14. April 2016, 15:00
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Die Musikerin Erykah Badu hat in den letzten Tagen auf Twitter für eine Debatte über Rocklängen gesorgt

Debatten um "angemessene Kleidung" an Schulen sind nichts neues. Vor einiger Zeit wurde in Innsbruck über Jogginghosen debattiert, in Deutschland ging es im letzten Jahr um Hotpants, bauchfreie Tops und Miniröcke. Jetzt wurde in Neuseeland den Schülerinnen einer High School nahe gelegt, längere Röcke zu tragen.

Ein Zeitungsatikel über die Proteste, die dieses Verbot nach sich zog, provozierte die US-amerikanische Musikerin Erykah Badu, Stellung zu beziehen. Allerdings reagierte sie anders als viele es von ihr erwartet hatten. Badu, Mutter dreier Kinder, sprach sich auf Twitter für knielange Röcke aus, um Schülerinnen vor Männern zu schützen. Männer, so die Annahme Badus, seien triebgesteuert und fühlten sich grundsätzlich von freizügiger Kleidung angezogen.

Badus Statements stießen auf Twitter auf Unverständnis: Indem sie vermeintlich freizügige Kleidung für mögliche Übergriffe durch Männer verantwortlich mache, verkehre sie das Täter-Opfer-Verhältnis und befeuere das "Victim blaming". (red, 14.4.2016)


Twitter-Account von Erykah Badu

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