Festspielhaus St. Pölten: Neue Saison mit spanischem roten Faden

14. April 2016, 11:38
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Brigitte Fürle setzt in ihrer vierten Spielzeit einen Flamenco-Schwerpunkt. Eröffnet wird mit "Sacre" von Sasha Waltz

Wien/St. Pölten – Mit bewährtem Mix aus Tanzproduktionen und Konzerten und einem spanisch geprägten roten Faden geht Brigitte Fürle, künstlerische Leiterin des Festspielhauses St. Pölten, in ihre vierte Saison. Das Programm für 2016/17 ist am Donnerstag in Wien vorgestellt worden.

Mit über 20 ausverkauften Eigenveranstaltungen geht die bisher erfolgreichste Saison – Fürle sprach von einem "Höhenflug" – ins Finale. Geschäftsführer Thomas Gludovatz freute sich über eine absehbare Steigerung der Auslastung von 81,5 auf 88,2 Prozent. Am 10. Juni kommt in Kooperation mit ImPulsTanz noch "En avant, marche!" von Regisseur Alain Platel, Theatermacher Frank Van Laecke und Komponist Steven Prengels als Österreich-Premiere zur Aufführung.

Die neue Saison bringt 49 Eigenveranstaltungen und wird am 24. September mit dem vom Tonkünstler-Orchester live begleiteten "Sacre"-Abend von Sasha Waltz eröffnet. Strawinskys Ballett bildet – in der Interpretation von Marie Chouinard – auch das Saisonende. Die Tonkünstler wirken weiters beim Gastauftritt der Compania Nacional de Danza ("Carmen") mit.

Flamenco und Chinesisches Nationalballett

Ein Flamenco-Schwerpunkt bietet Auftritte der spanischen Stars Farruquito, Jose Montalvo und Tomatito, als Artist in Residence bereitet Israel Galvan die Uraufführung von "La Fiesta" vor. Ergänzt wird die Flamenco-Reihe durch filmische Dokumentationen im Cinema Paradiso. Außerdem zu sehen sind das Chinesische Nationalballett, zwei Mal Sidi Larbi Cherkaoui, die brasilianische Compagnie Grupo Corpo und – als Europa-Premiere – Lemi Ponifasios Maori-Stück "Die große Göttin der Nacht".

Im Rahmen des Musikprogramms treten u.a. die New York Voices, der finnische Akkordeonist Samuli Kosminen und Jazzlegende Chick Corea in St. Pölten auf. Verstärkt werden die Kulturvermittlungsangebote, darunter 142 Workshops. Fürle: "Das Haus wuselt, summt und brummt, es ist offen für alle." Im Jahr 2017 begeht das Festspielhaus sein 20-jähriges Jubiläum. (APA, 14.4.2016)

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