Österreichs Jugend isst bewusster, treibt aber wenig Sport

14. April 2016, 11:18
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Eine Umfrage zur täglichen Routine zeigt, dass knapp die Hälfte der der 14- bis 29-Jährigen selbst kochen

Wien – Teenager und junge Erwachsene in Österreich sind überwiegend gut gelaunt – vor allem am Abend, wie eine Umfrage zum Tagesablauf der 14- bis 29-Jährigen für den Jugend Trend Monitor gezeigt hat. Ein weiteres Ergebnis: Wenig Sport steht bei der "Generation Y" einer ausgewogenen Ernährung gegenüber.

Der Tag der 14- bis 29-Jährigen beginnt unter der Woche durchschnittlich um 6.30 Uhr, am Wochenende um 9.30 Uhr. Die Laune in den Morgenstunden ist bei 41 Prozent überwiegend gut. Rund ein Fünftel startet jedoch "eher" oder "sehr schlecht gelaunt" in den Tag. Die durchschnittliche Zeit im Badezimmer fällt mit 15 Minuten relativ knapp aus, heißt es dem Bericht zufolge.

Die erste Mahlzeit des Tages nehmen die 1.763 online Befragten durchschnittlich um 9.30 Uhr zu sich, die letzte um 20.00 Uhr. Nur zwei Drittel der jungen Österreicher frühstücken, während 86 Prozent Mittag essen und 91 Prozent ein Nachtmahl genießen. Dabei kommen in mehr als 70 Prozent der Fälle frisch zubereitete Speisen auf den Tisch. 46 Prozent kochen selbst oder gemeinsam mit anderen. Der Speiseplan ist ausgewogen, am liebsten werden aber kohlenhydratreiche Speisen gegessen. Alkohol wird bevorzugt am Samstagabend getrunken.

Ein Drittel hilft nicht im Haushalt

Sechs bis acht Stunden werden an Werktagen mit Ausbildung oder Job verbracht. Für Freizeitaktivitäten bleiben durchschnittlich fünf Stunden. Am wenigsten wird am Freitag gearbeitet, an dem auch die Freizeit mit sieben Stunden überwiegt. Bei der Haushaltsarbeit zählen Aufräumen und Geschirrspülen mit je rund 44 Prozent zu den meistgenannten Tätigkeiten eines Durchschnittstages. Ein Drittel der Befragten rührt allerdings keinen Finger im Haushalt.

Die meisten negativen Emotionen und körperlichen Beschwerden wie Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Verspannungen treten an Freitagen auf. Knapp ein Viertel der 14- bis 29-Jährigen gönnt sich am Samstag und Sonntag einen Mittagsschlaf.

Digitales "Dauerrauschen"

"Deutlich zu erkennen ist die Bedeutung des Smartphones als ständiger Begleiter, das allerdings kaum mehr für klassische Telefonate genutzt wird", so die Studienautoren. Die jüngeren Befragten telefonieren am wenigsten, schreiben aber vermehrt Kurznachrichten. E-Mails verschickt die "Generation Y" nur drei pro Tag. Facebook ist vor YouTube und Instagram das meistgenutzte soziale Medium.

70 Prozent der jungen Menschen nehmen Nachrichten zumindest am Rande wahr. Neben Hörfunk und TV erhalten Nachrichten in sozialen Medien die höchste Aufmerksamkeit. Zeitungen werden bevorzugt online gelesen, der Teletext ist für die Jugend außerdem wichtiger als Wochenzeitungen und Magazine. Drei Stunden PC-Nutzung stehen zwei Stunden Fernsehen gegenüber.

Gut gelaunt ins Bett

Sowohl unter der Woche als auch am Wochenende hängen die jungen Erwachsenen und Jugendlichen am liebsten mit ihren Freunden gemeinsam zuhause ab. Auch am Wochenende liegen Lokalbesuche und Spaziergänge erst an zweiter Stelle. Im Tagesschnitt wird eine Stunde an der frischen Luft verbracht. Nur 30 Prozent der Befragten haben am Vortag aktiv Sport betrieben.

Unter der Woche und am Sonntag gehen die 14- bis 29-Jährigen durchschnittlich um 23.00 Uhr schlafen, am Samstag um Mitternacht. 57 Prozent gehen gut gelaunt ins Bett, über Einschlafprobleme klagt ein Fünftel der Interviewten. "Wir sehen eine Generation, die bewusst mit ihrer Zeit umgeht und weitgehend zufrieden ist", fasst Studienleiter Thomas Schwabl vom Meinungsforschungsinstitut Marketagent die Ergebnisse zusammen. (APA, 14.4.2016)

  • Knapp die Hälfte der Jugendlichen kocht selbst oder gemeinsam mit anderen. Kohlenhydratreiche Speisen sind am beliebtesten.
    foto: apa/ap/matthew mead

    Knapp die Hälfte der Jugendlichen kocht selbst oder gemeinsam mit anderen. Kohlenhydratreiche Speisen sind am beliebtesten.

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