"No Man's Sky": 99,9 Prozent der Spielwelt werden unentdeckt bleiben

14. April 2016, 10:21
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Entwickler Sean Murray bestätigt erneut enorme Größe des virtuellen Universums

Das Universum im kommenden Weltraumspiel "No Man's Sky" ist so groß, dass Spieler nur einen Bruchteil aller Planeten entdecken werden.

"Wir wissen nicht, wie viele Menschen das Spiel spielen werden. Aber selbst wenn wir uns extrem glücklich schätzen können und Millionen Menschen spielen würden, würden immer noch 99,9 Prozent von 'No Man's Sky' unentdeckt bleiben", erklärte Chefentwickler Sean Murray bereits im März in einem Interview mit dem GameStandard. Eine Zahl, die Murray nun erneut gegenüber der Seite IGN bestätigte und dabei nochmals die enormen Ausmaße der Spielwelt betonte.

Trillionen Sterne

Vergangenes Jahr gaben die Entwickler erstmals konkrete Zahlen zu den Ausmaßen des prozedural generierten Universums heraus. Basierend auf den Algorithmen, die alle Objekte mit Hilfe von Variablen generieren, werde es genau 18.446.744.073.709.551.616 verschiedene Planeten zu entdecken geben – das sind mehr als 18 Trillionen Planeten. Hinzu kommen noch Sonnen und unzählige weitere Himmelskörper und Raumstationen. Würde man jeden der Planeten auch nur eine Sekunde besichtigen, würde dies 585 Milliarden Jahre dauern.

Insofern ist es nachvollziehbar, weshalb Murray davon ausgeht, dass Spieler nur einen winzigen Ausschnitt des Spiels sehen werden, selbst wenn sie dutzende Stunden bis zur Erreichung des Mittelpunkts des Universums benötigen.

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Video: Gameplay-Montage zu "No Man's Sky"

Aber

Dies erklärt auch, weshalb man beim Online-Spielen kaum andere Spieler treffen wird. "Tatsächlich ist es unwahrscheinlich, dass du selbst einen Planeten besuchst, auf dem schon ein anderer Spieler war. Ganz zu schweigen davon, dort zur gleichen Zeit zu sein. Deshalb sagen wir immer: Stell dir das Spiel nicht als Multiplayer vor. Stell es dir wie "Journey" oder "Dark Souls" vor, wo man kleine Hinweise auf andere Menschen schließen lassen. Und man kann sogar andere Menschen spielen sehen, wenn sie Planeten erkunden und Kreaturen witzig benennen. Das ist ein großer Moment in unserem Spiel, aber das geschieht nicht oft", so Murray gegenüber dem GameStandard.

Dabei sei allerdings zu bedenken, dass die schiere Größe nichts über die tatsächliche Varianz der Inhalte aussagt. Murray zufolge soll es zwar zig Kombinationen für Tiere, Planetenformationen und Botanik geben, das heißt aber nicht zwangsläufig, dass alle der Trillionen Planeten komplett unterschiedlich sein werden. Die Frage, ob man daher etwas verpasst, wenn man "nur" 50 Stunden durchs virtuelle Universum streift, ist daher relativ. Eines erzeugt die enorme Größe von "No Man's Sky" aber in jedem Fall: Das Gefühl, nur ein winziger Punkt im Universum zu sein. Einen Vorgeschmack darauf bekam der GameStandard im März. (Zsolt Wilhelm, 14.4.2016)

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    foto: no man's sky
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