Billiger Sprit drückte Inflation im März auf 0,7 Prozent

14. April 2016, 09:46
118 Postings

Ohne Treibstoffe hätte die Teuerung 1,3 Prozent betragen. Die Wohnungsmieten stiegen um 2,7 Prozent

Wien – Starke Spritpreisrückgänge haben die Inflationsrate in Österreich im März von 1,0 auf 0,7 Prozent sinken lassen, den niedrigsten Wert seit November. Ohne billigere Treibstoffe hätte die Teuerung 1,3 Prozent betragen, erklärte die Statistik Austria am Donnerstag.

Hauptpreistreiber waren gegenüber dem März 2015 "Restaurants und Hotels" mit einem durchschnittlichen Anstieg von 3,3 Prozent. "Wohnung, Wasser, Energie" stieg lediglich um 0,3 Prozent, die Wohnungsmieten allein allerdings um 2,7 Prozent. "Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerten sich um 0,7 Prozent, "Verkehr" wurde hingegen wegen der um 15,4 Prozent niedrigeren Spritpreise um 3,8 Prozent billiger.

Gegenüber dem Februar betrug der Preisanstieg durchschnittlich 0,8 Prozent, hauptverantwortlich dafür war die Teuerung bei Bekleidung und Schuhen um 13,6 Prozent.

Der für Europavergleiche errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs legte gegenüber dem Vorjahr um 0,6 (1,0) Prozent zu, gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent – mehr als beim allgemeinen VPI.

Keine Teuerung in EU und Eurozone im März

Weder eine Teuerung noch niedrigere Preise hat der März für die EU und die Eurozone gebracht. In 15 EU-Staaten gab es sinkende Preise, in Finnland herrschte wie im EU-Durchschnitt Null Prozent Inflation und zwölf Länder wiesen Steigerungen auf. Österreich lag mit +0,6 Prozent an fünfter Stelle in der EU. Spitzenreiter war Belgien mit einer Teuerung von 1,6 Prozent.

Dagegen gingen in Rumänien die Preise um 2,4 Prozent zurück.

Hinter Belgien rangieren Schweden (+1,2 Prozent), Malta (+1,0 Prozent), Litauen (+0,8 Prozent), Österreich (+0,6 Prozent), Großbritannien, Portugal, Niederlande und Estland (je +0,5 Prozent), Tschechien (+0,3 Prozent), sowie Deutschland und Dänemark (je +0,1 Prozent).

Nach Rumänien folgen bei den sinkenden Preisen Zypern (-2,2 Prozent), Bulgarien (-1,9 Prozent), Spanien (-1,0 Prozent), Kroatien und Slowenien (je -0,9 Prozent), Griechenland (-0,7 Prozent), Irland, Lettland und Luxemburg (je -0,6 Prozent), Slowakei (-0,5 Prozent), Polen (-0,4 Prozent), Ungarn und Italien (je -0,2 Prozent) sowie Frankreich (-0,1 Prozent).

Preistreiber im Euroraum waren im März Restaurants und Cafés (+0,12 Prozentpunkte), Pauschalreisen (+0,09 Prozentpunkte) und Mieten (+ 0,07 Prozentpunkte), während Treibstoffe für Verkehrsmittel (-0,6 Prozentpunkte), flüssige Brennstoffe (-0,23 Prozentpunkte) und Gas (-0,10 Prozentpunkte) am stärksten senkend wirkten. (APA, red, 14.4.2016)

  • Artikelbild
    grafik: apa
Share if you care.