Mehr als 200 Festnahmen in Impfskandal in China

14. April 2016, 07:35
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Massenhaft Chargen mit abgelaufenen Haltbarkeitsdaten verkauft

Peking – In dem Skandal um abgelaufene Impfstoffe sind in China mehr als 200 Verdächtige festgenommen worden. Zudem seien 357 Regierungsbeamte gefeuert oder degradiert worden, teilte der Staatsrat am Mittwoch auf seiner Website mit. In der Öffentlichkeit herrscht großer Unmut über den Fall, weil die Behörden ihn erst mit einjähriger Verspätung publik machten.

Eine zentrale Rolle bei den illegalen Machenschaften spielte ein Mutter-Tochter-Duo aus der östlichen Provinz Shandong. Die beiden wurden bereits im April 2015 festgenommen. Sie sollen seit 2010 illegal Chargen von 25 verschiedenen Impfstoffen verkauft haben, deren Mindesthaltbarkeit abgelaufen war oder die unsachgemäß gelagert worden waren. Ihre Geschäfte hatten laut Xinhua einen Umfang von 570 Millionen Yuan (78,2 Millionen Euro).

Das Magazin "Caijing" berichtete, die beiden Frauen hätten unter anderem Impfdosen gegen Polio, Tollwut, Hepatitis B und die Grippe für Kinder und für Erwachsene verkauft.

China wurde in der Vergangenheit immer wieder von Gesundheitsskandalen erschüttert. Im Jahr 2008 waren an verunreinigtem Milchpulver sechs Kinder gestorben, etwa 300.000 weitere erkrankten. (APA, AFP, 14.4.2016)

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