FFG-Bilanz: Raus aus der Komfortzone

13. April 2016, 17:31
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Forschungsagentur fordert von Unis, mehr den Wettbewerb zu suchen

Sechs Universitäten, allen voran die TU Wien, die TU Graz und die Montanuni Leoben, haben sich in den vergangenen Jahren recht fleißig um Projektförderung der Forschungsförderungsgesellschaft FFG bemüht. Allen anderen gab Henrietta Egerth, Geschäftsführerin der FFG, am Mittwoch mit auf den Weg, sie mögen die "Komfortzone verlassen" und um Drittmittel einreichen.

Österreichs trotz einer budgetären "Seitwärtsbewegung" finanzstärkste Agentur, die Anwendungsforschung fördert, verzeichnete 2015 insgesamt 57,2 Mio. an Förderungen für Uni-Projekte (2014 waren es noch 68 Mio Euro). Den Hauptanteil der Fördermittel, nämlich 70 Prozent vom Gesamtvolumen, gab es im vergangenen Jahr für Unternehmen (326 Mio. Euro).

Die Kunden der FFG kommen hauptsächlich aus Wien, Steiermark und Oberösterreich. In anderen Bundesländern gebe es Spielraum nach oben, sagte Klaus Pseiner, wie Egerth ist auch er Geschäftsführer der FFG. Für das Kerngeschäft der Agentur, die Förderung von F&E, hat man 2016 voraussichtlich 535 Mio. zur Verfügung (2014 waren es noch 578 Mio.). Dazu kommen aber seit 2015 die Mittel der Breitband-Milliarde, heuer werden auf diesem Weg 235 Mio. vergeben. Die FFG prüft auch Anträge von Unternehmen, die mittlerweile auf zwölf Prozent angewachsene Forschungsprämie zu erhalten. Diese steuerliche Erleichterung wird vom Finanzministerium zugesprochen. Laut dem Technologiebericht 2015 (vor der jüngsten Erhöhung der Prämie) machte der Bund dafür 493 Millionen Euro flüssig. Die nächste Globalschätzung der Statistik Austria wird in den kommenden Wochen erwartet. (pi, 14.4.2016)

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