"Comeback" der Science Busters im ORF: The Show Must Go On

13. April 2016, 16:35
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Zum Tribute-Abend für Heinz Oberhummer hatte man dessen Freund, US-Professor Ronald Mallett, einfliegen lassen

Nach dem Tod des Publikumslieblings Heinz Oberhummer im vergangenen November stand die Wissenschaftskabarettgruppe Science Busters de facto vor dem Aus. Seit 2007 hatte der schrullig-spitzbübische Professor im Verbund mit Physikerkollege Werner Gruber und Kabarettist Martin Puntigam auf der Bühne und im ORF-Nachtprogramm die Welt der Wissenschaft im amüsanten Experiment erklärt.

Nur wenige Wochen vor Oberhummers Tod erlitt Werner Gruber nach einem Auftritt einen plötzlichen Herzstillstand, musste von Puntigam an der Autobahn reanimiert werden und überlebte. Infolgedessen gab er seinen schrittweisen Rückzug von den Science Busters bekannt. Doch wo eine Quote, da auch Hoffnung. Beim Neustart im ORF war Gruber einmal mehr mit dabei.

Zum Tribute-Abend für Heinz Oberhummer hatte man dessen Freund, US-Professor Ronald Mallett, einfliegen lassen. Erstaunlich gut gelang diesem der Spagat zwischen Gedenken und Denken: Die eingespielten Aufnahmen Oberhummers fügten sich nahtlos an den Auftritt Mallets, der mittels Kaffeehäferl die Raumzeitkrümmung erklärte. Dass Martin Puntigam souverän auf Englisch durch die Show führte, war gewiss kein Nachteil.

Werner Gruber ließ seinen alten Elan vermissen, rang sich in Anbetracht der Umstände aber einen mehr als würdigen Auftritt ab. Dass die Show zu retten ist, hat man bewiesen. Das neue Konzept, mit wechselnden Wissenschaftern aufzutreten, klingt vielversprechend. Dass dabei auch etwas internationale Expertise nicht schaden würde, zeigte Gastprofessor Mallett. Ein Science Buster, an den man sich gewöhnen könnte. (Stefan Weiss, 13.4.2016)

  • Gunkl, Martin Puntigam und Florian Freistetter.
    foto: orf/hans leitner

    Gunkl, Martin Puntigam und Florian Freistetter.

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