Neue linke Initiative: Ein weiterer Anlauf zur Weltverbesserung

13. April 2016, 15:33
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Die Initiative am linken Rand des politischen Spektrums fordert einen Aufbruch und will das System verändern

Wien – Am linken Rand des politischen Spektrums ist eine weitere Initiative gegründet worden, die ihr Anliegen zum Namen gemacht hat: "Aufbruch" nennt sich die Bewegung, die am 3. und 4. Juni eine Aktionskonferenz abhalten will. Kurz gesagt geht es um Folgendes: "Dieses Wirtschaftssystem hat keine Zukunft, es zementiert die globale Ungerechtigkeit. Schluss damit!" Das Motto: "So wie bisher kann es nicht weitergehen."

Zahlreiche Erstunterstützer, die mehrheitlich aus dem linken Lager innerhalb und außerhalb von SPÖ und Grünen kommen, suchen weitere Mitstreiter zur Weltverbesserung.

Kollektiver Unmut

Die Ausgangslage des kollektiven Unmuts: "Die Arbeitslosigkeit ist auf Rekordniveau, schlecht bezahlte und unsichere Jobs werden zur Regel. Mindestsicherung und Pensionen stehen unter Beschuss, während der unerhörte Reichtum einiger weniger immer weiter steigt. Frauen schuften sich im Haushalt ab, im Beruf bekommen sie für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer. Die Mieten können sich viele von uns nicht mehr leisten, und die Zweiklassenmedizin ist längst Alltag. Als Sündenbock für die zahlreichen Missstände büßen die Flüchtlinge."

Am Rande der SPÖ gibt es bereits derartige Initiativen, "Kompass" ist eine davon. Ihr engagiertester Mitstreiter, der Traiskirchner Bürgermeister Andreas Babler, ist nach seiner Gehaltsaffäre, als ihm der Doppelbezug aus dem Gemeindebudget um die Ohren flog, allerdings etwas in seinem Aktionsradius eingeschränkt. Die Wiener Initiative "Sektion 8" betreibt innerhalb der SPÖ Oppositionspolitik. (völ, 13.4.2016)

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