Dicke Luft zwischen Leipzig und Ingolstadt

13. April 2016, 16:34
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Hasenhüttl laut "Bild" Topkandidat als Rasenball-Trainer. Ingolstadt-Geschäftsführer Gärtner ist sauer, Leipzig beschwichtigt

Berlin – Ralph Hasenhüttl ist nach Angaben der deutschen "Bild"-Zeitung vom Mittwoch der "Topkandidat" auf die Nachfolge Ralf Rangnicks als Trainer von RB Leipzig. Demnach hat er sich bereits zu Gesprächen mit dem vor dem Bundesliga-Aufstieg stehenden Zweitligisten getroffen. Hasenhüttl hat beim FC Ingolstadt jedoch noch einen Vertrag bis 2017.

Leipzig liegt in der zweiten Liga vor den letzten fünf Runden als Tabellenzweiter sechs Punkte vor dem Relegationsplatz. Ein Coach für kommende Saison wird gesucht. "Wir werden den neuen Trainer präsentieren, sobald wir wissen, in welcher Liga wir spielen", betonte Rangnick, der sich ab Sommer wieder auf seine Rolle als Sportdirektor konzentrieren will.

Ärger bei den Schanzern

Ingolstadt reagierte mit Verärgerung auf das Interesse von Leipzig. "Bedauerlicherweise ist es nicht das erste Mal, dass RB Leipzig hier Grenzen des Erlaubten und des Fairplays übertritt", teilte Geschäftsführer Harald Gärtner mit.

Der Verein sehe solche Angebote zwar "als große Wertschätzung für die Arbeit", erklärte Gärtner: "Jedoch halten wir sowohl den Zeitpunkt als auch die Art der Kontaktaufnahme für sehr unglücklich."

Leipzig bestätigt Meeting

Leipzig hat noch am Mittwoch das Treffen Rangnicks mit Hasenhüttl bestätigt. Gleichzeitig aber wies der Red-Bull-Klub Vorwürfe zurück, man wolle Hasenhüttl abwerben. "Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl haben sich nicht zu einer Vertragsverhandlung getroffen, sondern sich unter Kollegen ausgetauscht. Das sollte unter Trainern erlaubt sein", sagte Leipzigs Vorstandsvorsitzender Oliver Mintzlaff. "Wenn wir tatsächlich in Erwägung ziehen würden, Ralph Hasenhüttl als unseren Cheftrainer zu verpflichten, dann würden wir selbstverständlich auf Ingolstadt zugehen und natürlich die Grundsätze des Fairplays einhalten." (APA, red, 13.4.2016)

  • Ob Ralph Hasenhüttl noch länger in Ingolstadt bleibt oder im Sommer nach Leipzig wechselt, bleibt abzuwarten.
    foto: apa/gindl

    Ob Ralph Hasenhüttl noch länger in Ingolstadt bleibt oder im Sommer nach Leipzig wechselt, bleibt abzuwarten.

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