Ronaldo straft Kritiker Lügen: "Tore sind in meiner DNA"

13. April 2016, 11:26
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Rekordtorschütze des Elitebewerbs schraubt Ausbeute bei Gala gegen Wolfsburg auf 16 Treffer – Deutsche von Atmosphäre im Bernabéu regelrecht erdrückt

Madrid – Real Madrid liegt Cristiano Ronaldo wieder einmal zu Füßen. Der Ausnahmefußballer sorgte am Dienstagabend in der Champions League quasi im Alleingang für den sechsten Halbfinaleinzug der Königlichen in Folge. 3:0 gegen Wolfsburg, dreimal Ronaldo: Der Rekordtorschütze des Elitebewerbs gestaltete einen "perfekten, magischen Abend" ganz nach seinem Geschmack – und strafte Kritiker Lügen.

"Das war nicht schlecht, oder? Tore sind in meiner DNA, und ich will weiter welche für die Mannschaft schießen", meinte Ronaldo nach getaner Arbeit. Per Abstauber (16.), per Kopf (17.) und per Freistoß (77.) schraubte der 31-Jährige seine Ausbeute im laufenden Bewerb auf 16 Tore hoch. Die Bestmarke in der Champions League hält Ronaldo selbst mit 17 Treffern aus der Saison 2013/14, als Real den zehnten Titel im wichtigsten internationalen Klubbewerb holte.

35. Karriere-Triplepack

Nach seinem in Summe 35. Karriere-Triplepack nutzte der Mann aus Madeira die Bühne auch zum Gegenschlag. Dass ihm nachgesagt wurde, in bedeutenden Spielen keine guten Leistungen zu bringen, nagt offenbar am Torjäger. "Wenn man bedenkt, dass die Saison 'schlecht' für mich läuft, war das nicht so schlecht", erklärte Ronaldo. Er hatte bereits im Clásico gegen Barcelona zehn Tage zuvor den Siegestreffer für die Madrilenen erzielt.

Die Lobeshymnen auf den Superstar fielen dementsprechend aus. "Was soll ich über Cristiano sagen? Er hat demonstriert, wie gut er ist", sagte Reals Trainer Zinédine Zidane über den "besten Spieler der Welt". Auch ein Ronaldo brauche aber die ganze Mannschaft, wollte der Franzose die Leistungen der Mitspieler nicht schmälern. "Alle haben phänomenal gespielt", betonte Zidane, der weiter auf seinen ersten Titelgewinn als Coach hoffen darf.

Die in Madrid ansässige "Marca" schrieb auf der Titelseite: "Ein Comeback, das in die Geschichte eingeht." Im Jubel ging aber auch ein wenig unter, dass Real im Endeffekt nur das "kleine" Wolfsburg ausgeschaltet hatte. Die Deutschen trauerten einer verpassten historischen Chance nach. Vor Anpfiff 2:0 voran gelegen, wurden die Wolfsburger vom Ambiente im Estadio Santiago Bernabéu regelrecht erdrückt.

Allen Beteuerungen zum Trotz zeigten sich die VfL-Profis tief beeindruckt von der hitzigen Atmosphäre vor gut 80.000 Fans. Es wurden teilweise Pässe gespielt, von denen der adressierte Spieler gar nichts mitbekam. Der nach Schlusspfiff im Interview den Tränen nahe Mittelfeldmann Maximilian Arnold sprach anschließend von "Kommunikationsproblemen" wegen der Lautstärke auf dem Spielfeld.

"Wir haben die ersten 20 Minuten nicht richtig angenommen", haderte Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking mit dem Spielverlauf. Von Beginn an rollten die spanischen Angriffe auf das Tor der Gäste. Nach Ronaldos Doppelschlag binnen eineinhalb Minuten war Wolfsburgs Vorsprung aus dem Hinspiel rasch egalisiert. Für Hecking war deshalb klar: "Real ist verdient weiter." (APA, Reuters, 13.4.2016)

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    foto: afp/ javier soriano

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