RBI-Geschäfte mit russischer Geschäftsfrau im Visier

13. April 2016, 11:01
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Bank soll hochriskante Geschäfte mit Olga Mirimskaya abgeschlossen haben

Wien – Rund um die Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama sind nun weitere Bezüge zu Österreich veröffentlicht worden. Laut ORF, "Falter" und "Kurier" werden in den sogenannten Panama Papers Geschäftsbeziehungen der Raiffeisenbank International (RBI) mit der russischen Geschäftsfrau Olga Mirimskaya genannt. Die Bank soll der Managerin der Lebensmittelfirma Russky Products mehrere Kredite gewährt haben.

Die Geschäftsbeziehung zwischen Mirimskaya und der RBI soll im Jahr 2008 begonnen haben. Die RBI gewährte damals laut den Medienberichten Russky Produkts zwei Kredite – einen über 20 Mio. Dollar und einen über 15 Mio. Dollar. 2012 sollen beide Linien verlängert worden sein. Für die Kredite bürgte eine gewisse Teton Trading auf den Britischen Jungferninseln. Mirimskaya ist Vorstandschefin der Russky Produkt und zugleich Direktorin der Teton Trading.

Mirimskaya ließ sich ihren Kredit also von ihrer eigenen Offshore-Gesellschaft absichern. Sogenannte Back-to-back-Geschäfte sind zwar legal, gelten laut Finanzmarktaufsicht (FMA) aber als Hochrisikogeschäfte, weil sie die Gefahr von Geldwäsche in sich bergen.

Das Kreditgeschäft der RBI war auch der involvierten Briefkasten-Kanzlei Mossack Fonseca nicht ganz geheuer. "Wir haben Nachforschungen zur Direktorin (Olga Mirimskaya) angestellt und einige negative Resultate erhalten", lässt die Kanzlei laut den Berichten Raiffeisen per E-Mail wissen.

"Aus rechtlichen Gründen – dem laut Bankwesengesetz einzuhaltenden Bankgeheimnis – ist es uns nicht möglich, auf konkrete Geschäftsfälle einzugehen, obwohl wir anhand von Einzelfällen sehr gut erläutern könnten, aus welchen Gründen eine Offshore-Konstruktion plausibel sein kann", heißt es in einem der APA übermittelten schriftlichen Statement der RBI. (APA, 13.4.2016)

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