Rufschäden, Cybercrime: Firmen phlegmatisch

13. April 2016, 09:07
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Deloitte-Umfrage: Vorstände kennen zwar die Risiken, ergreifen aber selten vorbeugende Maßnahmen tun wenig gegen Gefahren

Wien – Die Chefs von Großkonzernen sehen Reputationsschäden und Cyberkriminalität als größte Risiken, gefolgt von Problemen in der Versorgungskette, überbordenden Regularien und Naturkatastrophen. Das ergab eine Deloitte-Befragung von 317 Vorständen von Konzernen mit 500 Mio. bis 20 Mrd. Dollar Umsatz. Dem Beratungskonzern Deloitte zufolge sind Unternehmen schlecht auf Krisen vorbereitet.

Die Firmenchefs kennen zwar die Schwachpunkte sehr gut, tun aber vorbeugend wenig dagegen. Nur die Hälfte der Unternehmen hat konkrete Maßnahmen zur frühzeitigen Gefahrenerkennung gesetzt, Krisensimulationen oder -trainings gibt es lediglich in 32 Prozent der Firmen.

Dabei müssten die Manager eigentlich aus der Vergangenheit wissen, dass die Erholung von einer Krise lange dauert. 70 Prozent der langgedienten befragten Vorstände sagten zum Beispiel, dass es mehr als ein Jahr gebraucht habe, bis das angekratzte Image wieder poliert war.

Die interne Kommunikation über Krisenmanagement ist "mangelhaft und zu wenig systematisiert", so Alexander Ruzicka von Deloitte Österreich am Mittwoch. Auch in österreichischen Firmen mangle es an konkreten Krisenpräventionsmaßnahmen. (APA, 14.3.2016)

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    foto: reuters /mal langsdon
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