Fed-Mitglied: 2016 vier Zinserhöhungen nötig

13. April 2016, 06:29
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Die jüngsten Anzeichen, dass sich die Inflation beschleunige, rechtfertigten Zinsanhebungen

Washington – Die US-Notenbank wird nach Ansicht ihres Führungsmitglieds Jeffrey Lacker dieses Jahr wahrscheinlich rund vier Mal die Zinsen erhöhen müssen. Der Chef der Fed von Richmond sagte am Dienstag zu Journalisten in Wilmington, die von seinen Fed-Kollegen im Dezember im Mittel vorhergesagten vier Schritte nach oben seien angemessen.

Die jüngsten Anzeichen, dass sich die Inflation beschleunige, rechtfertigten Zinsanhebungen. Lacker gilt als Vertreter einer stabilitätsorientierten Linie in der Fed-Führungsetage, hat aber dieses Jahr kein Stimmrecht. Nach Einschätzung von Führungsmitglied John Williams wird die US-Notenbank die Zinsen in diesem Jahr dagegen nur zwei oder drei Mal anheben. "Ich halte zwei oder drei Schritte für vernünftig", sagte der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco.

Die Fed hatte im Dezember erstmals seit fast zehn Jahren ihre geldpolitischen Zügel angezogen. Danach folgten allerdings bisher keine weiteren Zinsanhebungen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte signalisiert, dass lediglich mit einer behutsamen Straffung der Geldpolitik zu rechnen ist. Aktuell hält die Fed ihre Leitzinsen in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Auf ihrer jüngsten Sitzung hatten die obersten Währungshüter der USA kontrovers über eine baldige Zinsanhebung diskutiert. (APA, 13.4.2016)

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