Das beste Stück ... nachgefragt bei Robert Pfaller

Kolumne18. April 2016, 07:11
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Michael Hausenblas fragt den Philosophen, warum er einen Dia-Schaukasten ins Herz geschlossen hat

"Ich weiß gar nicht, wie man so ein Ding korrekt benennt, ich denke, Dia-Schaukasten. Es ist ein Stück aus Familienbesitz, und ich kann mich erinnern, dass ich bereits als Kind durch das Kästchen geschaut habe. Ich entdeckte es vor kurzem in einer Kiste mit alten Dias.

Mit dem Kästchen kann ich wie durch ein Fenster in meine Kindheit blicken. Dabei gehört das Objekt selbst ebenso in dieses Bild. Mir gefällt, wie liebevoll solche Gegenstände seinerzeit gestaltet wurden. Da klingt etwas Nostalgisches durch.

Aber damit bin ich nicht allein, sehen Sie sich nur das Autodesign an, das sich auch in Richtung 1960er-Jahre zurücklehnt. Das sieht man an Modellen wie dem Mini oder dem Fiat 500. Ich frage mich immer wieder, warum wir heute in einer so lieblos gestalteten Produktwelt leben. Ich beneide frühere Generationen um den Schick, der sie umgeben hat." (Michael Hausenblas, RONDO, 18.4.2016)

Robert Pfaller präsentiert am 15. April im Wiener Metrokino das Buch "If you get what you want, you don't want it", das er gemeinsam mit Beate Hofstadler herausgibt.

  • Robert Pfaller: "Mit dem Kästchen kann ich wie durch ein Fenster in meine Kindheit blicken."
    foto: nathan murrell

    Robert Pfaller: "Mit dem Kästchen kann ich wie durch ein Fenster in meine Kindheit blicken."

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