Minus zehn Prozent: Globaler PC-Markt bricht weiter deutlich ein

12. April 2016, 08:12
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Selbst Apple-Absätze stagnieren – Fast alle anderen Hersteller verlieren deutlich

Das erste Quartal 2016 ist absolviert, was auch bedeutet, dass die großen Marktforscher mit neuen Zahlen aufwarten können. Und was Gartner und IDC dabei zum PC-Markt zu sagen haben, ist alles andere als erfreulich für die Hardwarehersteller.

Rückgang

Die globalen PC-Absätze sind im Jahresvergleich einmal mehr stark zurückgegangen. So wurden im ersten Quartal 2016 um rund zehn Prozent weniger PCs verkauft als noch ein Jahr zuvor. Während Gartner den Rückgang bei 9,6 Prozent sieht, geht IDC gar von 11,5 Prozent aus. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass weltweit erstmals seit 2007 in einem Quartal weniger als 65 Millionen PCs verkauft wurden.

Hersteller

Diesem Abwärtstrend kann sich kaum ein Hersteller entziehen. Während IDC bei allen Anbietern einen Rückgang der Verkaufszahlen sieht, weist Gartner Apple und Asus noch ein minimales Plus aus. Die ganz großen Verlierer sind aber alle Hersteller jenseits der Top-5, bei diesen liegt der Verkaufsrückgang bei rund 20 Prozent.

Ranking

An der Spitze des Rankings steht bei beiden Marktforschern weiter Lenovo gefolgt von HP und Dell. Während Gartner Asus an der vierten Position führt, sieht IDC Apple an dieser Position.

Trend

Unabhängig von der relativen Stärke gehen sowohl IDC als auch Gartner davon aus, dass der Abwärtstrend des PC-Markts fürs Erste weiter anhalten wird. Privat-Haushalte kaufen längst nicht mehr in dem Ausmaß wie früher neue PCs, einerseits weil sie bestehende Geräte länger behalten, aber auch weil der PC zum Teil durch andere Geräte wie Smartphones und Tablets abgelöst wird. Hoffnung legt man hingegen noch in den Unternehmensbereich, ab Ende des Jahres könnten die ersten großen Unternehmen auf Windows 10 wechseln und dabei auch gleich neue Hardware anschaffen, heißt es von Gartner. (red, 12.4.2016)

  • Selbst bei Apple stagnieren die Absätze von Laptops und Desktops mittlerweile.
    foto: bebeto matthews / ap

    Selbst bei Apple stagnieren die Absätze von Laptops und Desktops mittlerweile.

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