Zehn kuriose Fakten über Mallorca

3. Mai 2016, 05:30
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Baurekord und Spinnenfrau: Über Mallorca gibt es viele skurrile Fakten, die nur wenige wissen. Eine Finca-Vermittlungsagentur hat ein paar zusammengetragen

Baurekord und Spinnenfrau: Über Mallorca gibt es viele skurrile Fakten, die nur wenige wissen. Fincallorca, ein Vermittler von Fincas auf der Baleareninsel, hat zehn spannende Hintergründe rund um Mallorca zusammengetragen, die selbst Kenner der Insel überraschen:

Was lange währt…

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Mallorcas ist die imposante Kathedrale La Seu, das Wahrzeichen der Inselhauptstadt. La Seu beeindruckt nicht nur mit prächtiger Architektur und Größe, sondern auch mit einer Bauzeit von sieben Jahrhunderten. Die Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1230, der eigentliche Bau der Kirche begann aber erst 1307. Der Bau des Kirchenschiffes war 1587 abgeschlossen, die Einweihung des Hauptportals fand 1601 statt. Erst 1852 begannen die Mallorquiner mit den Arbeiten an der Hauptfassade, die sie erst Anfang des 20. Jahrhunderts beendeten.

Insel für Millionen

Eine weitere beeindruckende Zahl ist die der Gesamtbesucher in den vergangenen 100 Jahren – denn etwa solange gibt es den Fremdenverkehr bereits auf der Insel. Mehr als 215 Millionen Menschen haben Mallorca seit Beginn der statistischen Erfassung schon besucht. Früher noch mit dem Schiff, heute natürlich überwiegend per Flugzeug.

Interessante Namenskunde

Wer schon immer darüber nachdachte, woher der Name der liebsten Insel der Deutschen kommt: Er stammt vom Lateinischen ab und bedeutet schlicht und einfach so etwas wie "die größere" (Insel). Das Gegenstück ist die Nachbarinsel Menorca, "die kleinere".

Die gute und die bessere…

Relativ einfach erklären lassen sich auch die Namen bekannter Buchten und Strände. Neben der Cala Bona liegt die bei Besuchern überaus bekannte Cala Millor. Die Übersetzung: Erstere heißt so viel wie "gute Bucht" – letztere "bessere Bucht".

Palma oder doch nicht?

Tourismus-Strategien wollen gut überlegt sein. Das gilt auch für die korrekte Bezeichnung der Inselhauptstadt. Die hieß bis 2008 nämlich Palma de Mallorca, dann wurde der Zusatz "de Mallorca" aus dem spanischen Kommunalregister gelöscht. 2011 machte die neu gewählte Stadtregierung diese Entscheidung rückgängig, aus Palma wurde wieder Palma de Mallorca. Ob Palma oder nicht, bei den Besuchern der Insel erfreut sich die Hafenmetropole ungebrochener Beliebtheit.

Hymne mit Spinnenfaktor

Recht skurril mutet der Text der Inselhymne an. In La Balanguera steht eine Frauenfigur im Mittelpunkt, die mit einer Spinne verglichen wird und die Fäden des Lebens zieht. Verfasst wurde der Text von dem mallorquinischen Poeten Joan Alcover i Maspons bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Mallorca führte La Balanguera 1996 als Hymne ein, um die Eigenständigkeit der Insel weiter zu manifestieren.

Hoch im Kurs bei Best Agern

Mit dem Titel "der ältesten Bewohner" unter den spanischen Inseln hält Mallorca einen Rekord. Zwar klingt das Durchschnittsalter von 33 Jahren nicht unbedingt spektakulär. Im Vergleich zu den anderen Inseln liegt sie jedoch stark darüber. Vermutlich beeinflussen die Best Ager aus ganz Europa, die sich hier ein Domizil unter südlicher Sonne suchen, diese Statistik.

Daumen hoch heißt nicht zwangsweise "alles gut"

Dass Gesten mit der Hand in unterschiedlichen Regionen der Welt Verschiedenes bedeuten, zeigt sich ebenfalls auf Mallorca. Wer den Daumen nach oben streckt, will damit nämlich nicht etwa sagen, dass alles ok ist, sondern einen Drink bestellen. Eine Faust mit ausgestrecktem kleinen Finger und Zeigefinger deutet an, dass die Frau eine Affäre hat.

Bekannter Export für die Sportwelt

Eine illustre Insel wie Mallorca bringt natürlich auch berühmte Persönlichkeiten hervor. Eine davon ist der Tennisspieler Rafael Nadal. Der ist eigentlich Rechtshänder, spielt aber bewusst mit der linken Hand. Und er hat es über mehrere Jahre geschafft, an der Spitze der Weltrangliste zu stehen.

Wo ist denn nur der Sand?

Geschätzte 25 Tonnen Sand kommen jährlich allein dem beliebten Es Trenc-Strand im Südosten Mallorcas abhanden und werden Jahr für Jahr künstlich aufgeschüttet. Es liegt die Vermutung nahe, die Touristen seien für den verlorenen Sand verantwortlich. Nach einem langen Strandtag finden sich Massen an Sandkörnern in Schuhen, der Tasche oder im Rucksack wieder. Tatsächlich aber trägt die Stranderosion die Inselstrände kontinuierlich ab und macht das künstliche Aufschütten nötig. (red, 3.5.2016)

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    foto: imago/martin bäuml fotodesign
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