Ab Mai kostet Handyanruf im EU-Ausland maximal sechs Cent pro Minute

11. April 2016, 13:46
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Solange Minuten-Paket nicht aufgebraucht ist, danach bisheriger Eurotarif – Am 15. Juni 2017 laufen Roaminggebühren aus

Das Aus für Mobilfunk-Roaminggebühren rückt in der Europäischen Union immer näher. Ab Mai dürfen die Mobilfunker bei Tarifen mit inkludierten Einheiten maximal sechs Cent pro Minute Aufschlag bei aktiven Telefongesprächen innerhalb EU verlangen und nur mehr 1,4 Cent bei passiven Gesprächen. Der Eurotarif lag bisher bei 22,8 Cent für aktive Telefonate und sechs Cent für passive Gespräche.

"Inländische Einheiten können auch im Ausland genutzt werden"

Anrufe von Österreich ins EU-Ausland zählen aber nicht als Roaming und kosten je nach Mobilfunker zwischen 19 und 99 Cent pro Minute. "Inländische Einheiten können auch im Ausland genutzt werden", erklärte der Chef der Telekom-Regulierungsbehörde RTR, Johannes Gungl, am Montag anlässlich des Tätigkeitsberichts der Schlichtungsstelle. Ohne Umsatzsteuer liegt der Minutenaufschlag künftig bei fünf Cent. Der Roaming-Einnahmeausfall für Mobilfunker dürfte sich aufgrund der Wettbewerbssituation nicht in höheren Tarifen niederschlagen, erwartet Gungl.

MB im EU-Ausland darf ab Mai maximal sechs Cent kosten

Ist das im Tarif inkludierte Minutenpaket pro Monat aufgebraucht, zum Beispiel 1.000 Minuten, oder hat man einen Handytarif mit Abrechnung pro Minute, gilt weiter der Eurotarif. Die bisher teuren Roaming-Datentarife werden auch etwas billiger. Ein Megabyte im EU-Ausland darf ab Anfang Mai nur mehr maximal sechs Cent kosten anstatt bisher 24 Cent. Internetsurfen im europäischen Ausland wird damit für viele Verbraucher leistbar.

Die EU hatte sich im Juli 2015 darauf geeinigt, dass die Telefon-Roaminggebühren am 15. Juni 2017 innerhalb der Europäischen Union auslaufen werden. (APA, 11.4. 2016)

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RTR

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    foto: afp
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